Arbeiten am Warburger Sacktor sollen Anfang nächster Woche beendet sein Zwingermauer rekonstruiert

Warburg (WB). Voraussichtlich Anfang nächster Woche sollen die Arbeiten am Warburger Sacktor abgeschlossen sein. »Noch vor Christi Himmelfahrt kann die Sackstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden«, sagt Walter Güntermann, Leiter des städtischen Bauamtes.

Von Ralf Benner
Arbeiter sind derzeit dabei, den zehn Meter langen und 1,30 Meter breiten Abschnitt der Zwingermauer im unmittelbaren Anschluss an das Sacktor neu aufzumauern. LWL-Archäologen haben den Aufbau der Zwingermauer dokumentiert.
Arbeiter sind derzeit dabei, den zehn Meter langen und 1,30 Meter breiten Abschnitt der Zwingermauer im unmittelbaren Anschluss an das Sacktor neu aufzumauern. LWL-Archäologen haben den Aufbau der Zwingermauer dokumentiert. Foto: Ralf Benner

Vor acht Tagen haben Bauarbeiter damit begonnen, den zehn Meter langen und 1,30 Meter breiten Abschnitt der Zwingermauer im unmittelbaren Anschluss an das Sacktor neu aufzumauern. »Es geht zügig voran«, freut sich Güntermann über den raschen Fortgang der Arbeiten. Die Rekon–struktion der alten Zwingermauer aus dem 14. Jahrhundert war notwendig geworden, weil an ihrer Substanz der Zahn der Zeit genagt hatte. Das Mauerwerk war an dieser Stelle schlicht baufällig geworden und stellte nach Angaben von Güntermann eine Gefahr für Passanten und den Straßenverkehr dar. Ein Teil der Mauer musste daher abgebrochen werden.

Historische Bruchsteine verwendet

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unterstützen die Stadt beratend beim Wiederaufbau des Mauerwerkes. »Verwendet werden dabei Bruchsteine aus erhaltener historischer Bausubstanz«, berichtet Güntermann.

Für das neue Fundament der Mauer mussten die Baugeräte noch ein Stück tiefer den Boden öffnen. Bis zum Fundament der ursprünglichen Zwingermauer, die unter dem heutigen Straßenniveau liegt, stießen die Arbeiter dabei jedoch nicht vor, wie ursprünglich von den LWL-Experten angenommen. »Neue historische Erkenntnisse konnten die Archäologen bei dieser Bodenöffnung nicht gewinnen«, so Güntermann.

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