Baugebiet Steinwartsfeld 3 wird erschlossen – Weitere Wohnbauflächen in Steinheim und den Dörfern werden gesucht
Junge Familien glücklich machen

Steinheim -

Bauland in Steinheim ist extrem begehrt – die Liste von Interessenten wird immer länger. Nun können sie sich freuen, seit dieser Woche rollen die Bagger, das Baugebiet „Steinwartsfeld 3“ wird vorbereitet, die ersten Grundstücke sind bereits vergeben.

Dienstag, 20.04.2021, 21:36 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 21:40 Uhr
Arbeiten gemeinsam an der Erschließung des Baugebietes „Steinwartsfeld 3“ (von links): Bauleiter Michael Neitemeier, Planer Tobias Siebert sowie für die Stadt Steinheim Ralf Kleine Foto: Ralf Brakemeier

 

Steinheim wächst und ist attraktiv vor allem für junge Familien. Sie kommen aus anderen Teilen des Kreises, aus Paderborn oder Lippe in die Emmerstadt. Einige Familien sind auch ehemalige Steinheimer, die zum Studium oder zur Ausbildung ihre Heimatstadt verlassen hatten. Für sie alle wird es 35 Bauplätze geben, weitere 35 Plätze sollen im Zuge der Erschließung des Areals „Steinwartsfeld 4“ innerhalb des kommenden Jahres zur Verfügung gestellt werden.

 

Steinheim ist attraktiv

„Die Stimmung in Steinheim hat sich in den vergangenen 15 Jahren total gewandelt. Wir sind wieder attraktiv“, freut sich Ralf Kleine, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Umwelt und Tourismus in Steinheim über die erfolgreiche Arbeit von Verwaltung und Politik. Er geht davon aus, dass die 35 neuen Baugrundstücke bereits im Juli vermarktet sein werden. Die Liste der Interessenten sei weiterhin sehr viel länger, als das Angebot.

Aus diesem Grund stellt Bürgermeister Carsten Torke weitere Anstrengungen der Stadt, hinsichtlich der künftigen Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum in der Großgemeinde in Aussicht. „Und damit meine ich ausdrücklich auch die Dörfer, hier gibt es noch ganz viele Freiflächen, die geschlossen werden können“, sagt Torke. Darüber hinaus gebe es, vor allem von Neu-Steinheimern, die aus größeren Städten in den Kreis Höxter kommen, einen stärker werdenden Trend zu zentrumsnahen, modernen Wohnungen. Torke: „Dem versuchen wir mit den Projekten ‚Quartier am Kump“ und dem Bauprojekt in der unteren Detmolder Straße Rechnung zu tragen.“ Der Bürgermeister lobte aber auch ausdrücklich die Anstrengungen in den Ortschaften, so seien in den vergangenen Jahren zum Beispiel in Vinsebeck (Galgenkämpen) oder Bergheim (Heidhof) zahlreiche neue Bauplätze entstanden und auch bebaut worden.

 

Dauert nicht mehr lange

„Wir freuen uns, dass wir nun starten können. Die Erschließung dauert nun nicht mehr lange“, verspricht Bürgermeister Torke beim offiziellen ersten Spatenstich. Steinwartsfeld sei aber nur so etwas wie der Tropfen auf dem heißen Stein. Die Stadt müsse auch für die Zukunft die Weichen stellen, um weitere Baugrundstücke anbieten zu können. An Grundstückseigentümer vor allem in den Ortschaften richtet Torke einen Appell: „Wir hoffen auf die Eigentümer. Die Flächen können gerne zur Vermarktung an die Stadt abgegeben werden.“

3-D-Technik im Einsatz

Das Tiefbauunternehmen Immig aus Paderborn hat die Arbeiten mit schweren Maschinen übernommen. Michael Neitemeier ist hier der Technische Leiter und verweist auf modernste Verfahren: „Die Böden werden zum größten Teil wieder aufbereitet, dadurch entsteht für die Anwohner weniger Baustellenverkehr.“ Schnelle und präzise Arbeit werde zudem von der neuesten 3-D-Technik in den Baggern garantiert. Auch ohne zusätzliche Messungen werden Kanäle und Grabtiefen automatisch erkannt und gesteuert.

Auf drei Hektar Fläche würden nun jeweils 715 Meter Regen- und Schmutzwasserkanäle gebaut, 50 Schächte angelegt sowie 4,75 Meter breite Fahrbahnen und 1,5 Meter breite Gehwege angelegt, berichtet Planer Tobias Siebert von der AGC-Gruppe. Die Grundstücke sind zwischen knapp unter 500 bis zu 1200 Quadratmeter groß, die meisten zwischen 600 und 700 Quadratmeter. „Die ersten Zusagen haben wir schon, aber noch sind nicht alle Grundstücke vergeben“, informiert Ralf Kleine.

 

  Schulerweiterung

Durch den neuen Regionalplan und die avisierte Entlastungsstraße erhofft sich Carsten Torke auch neue Möglichkeiten, weitere Baugebiete ausweisen zu können. „Dabei dürfen wir aber die Innenstadt nicht sterben lassen“, warnt der Bürgermeister. Die Planungen bei der Stadt gingen bereits fünf Jahre in die Zukunft. Dazu gehört auch – der Bevölkerungszuwachs in der Stadt Steinheim sei dank – die Planung von weiteren Kindergartenplätzen und eine Erweiterung der Grundschule Steinheim. „Mit diesen Baugrundstücken machen wir viele junge Familien glücklich. Manche hatten bei der Zusage Tränen in den Augen“, schildert Ralf Kleine die ersten Verkaufsgespräche. Viele Interessenten warten bereits seit vier Jahren.

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