Unternehmens Chemical Check spendet Spielsachen, Schuhe, Kleidung und Geld an den Steinheimer Tisch
Ehrenamt erhält Unterstützung

Steinheim -

Spielsachen, Schuhe, Kleidung: Das Team des Steinheimer Unternehmens Chemical Check hat in den vergangenen Wochen fleißig zuhause und im Freundeskreis gesammelt und eine Menge Spenden zusammenbekommen.

Sonntag, 03.01.2021, 19:00 Uhr
Gabriele Valentin (rechts) freut sich über 3500 Euro, die der „Steinheimer Tisch“ von Karen Schnurbusch, Chemical-Check-Geschäftsführerin, erhält. Foto: privat

All die gesammelten Dinge sind zum Weihnachtsfest anlässlich einer Aktion des „Steinheimer Tisches“ an Familien aus Steinheim und Nieheim verteilt worden, denen es finanziell nicht so gut geht.

„Wir beteiligen uns bereits zum dritten Mal an der Aktion und sind jedes Jahr wieder begeistert, wie viele Spenden wir zusammenbekommen“, erzählt Chemical-Check-Geschäftsführerin Karen Schnurbusch. Neben den Sachspenden unterstützt das Unternehmen den „Steinheimer Tisch“ auch finanziell mit 3500 Euro.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung“, sagt Gabriele Valentin vom „Steinheimer Tisch“. Investiert werde das Geld in Lebensmittelgutscheine, die von den bedürftigen Besuchern des „Tisches“ in den lokalen Supermärkten eingelöst werden können. Etwa 110 Haushalte versorgt die Organisation. Insgesamt sind das knapp 320 Personen. Der größte Haushalt besteht aus acht Personen. „Es sind aber auch viele Single-Haushalte dabei“, sagt Gabriele Valentin.

Schwierige Wochen und Monate

Hinter den ehrenamtlich Aktiven des „Steinheimer Tisches“ liegen schwierige Wochen und Monate: Wegen der Corona-Pandemie konnten sie deutlich seltener Essen an die Bedürftigen ausgeben als gewohnt. Im November mussten die Türen der Organisation wegen den explosionsartig angestiegenen Infektionszahlen im Steinheimer Stadtgebiet sogar für drei Wochen geschlossen bleiben. Nun aber läuft die Ausgabe wieder. Eigentlich ist für den „Steinheimer Tisch“ ein Stammteam von 14 Ehrenamtlichen aktiv. Da aber die Hälfte dieses Teams zur Corona-Risikogruppe gehört, wird die Arbeit aktuell von nur fünf bis sechs Ehrenamtlichen organisiert.

Auch die Gefahrstoffberatung Chemical Check hat sich coronabedingt umgestellt: „Wir hatten schnell ein eigenes Konzept erarbeitet – noch bevor die Schutzverordnung in Kraft getreten ist“, sagt Karen Schnurbusch. Dazu zählen Glasplatten in den Besprechungsräumen, ein „Isolierbüro“ sowie gleich fünf verschiedene Toilettenanlagen, sodass sich die Wege der Mitarbeiter möglichst wenig kreuzen.

Dankeschön für alle Mitarbeiter

„Viele unserer Mitarbeiter mussten, gerade zu Beginn der Corona-Pandemie, zusätzliche Herausforderungen im familiären Umfeld durch ganztägige Kinderbetreuung und Homeschooling leisten, andere haben im Büro die ein oder andere zusätzliche Vorgabe schnell umsetzen können“, erinnert sich die Geschäftsführerin. Deshalb gab es auch für alle Mitarbeiter ein besonderes Dankeschön: Jeder Mitarbeitende erhielt 1000 Euro extra, die mit der Gehaltsabrechnung ausgezahlt wurden.

Das Unternehmen stellt eine 24-Stunden-Notrufnummer für Gefahrguttransporte und Dokumente zur Verfügung und erarbeitet Sicherheitsdatenblätter für die EU sowie weltweit. Letztere sind für eine Produktvermarktung unerlässlich, ebenso wie Anmeldungen von Produkten innerhalb der EU. Die Mitarbeiter Chemical Checks begutachten die Verkaufsprodukte bezüglich der Etikettierung sowie der Verkehrsfähigkeit und erstellen die gefahrstoffrechtlichen Etikettenvorlagen. Zum Leistungsspektrum der Firma kommen Exportberatungen und Produktmeldungen hinzu. Ohne die Anmeldungen der Produkte in den jeweiligen Ländern vorzunehmen, wäre eine Vermarktung verboten. Zum Firmengebäude gehört zudem ein geräumiger Seminarraum, der nicht nur für Fortbildungen der eigenen Mitarbeiter, sondern auch von externen Firmen für Seminare und Festlichkeiten genutzt werden kann. Weitere Infos finden Interessierte auf der Internetseite www.chemical-check.de.

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