Wahlen: Steinheims Bürgermeister Carsten Torke hat für die „zweite Runde“ noch viele Pläne
Gute Teamarbeit sichert den Erfolg

Steinheim (WB). Der Sprung ins kalte Wasser vor fünf Jahren hat ihm nicht geschadet – im Gegenteil. Der frühere Bundeswehroffizier im Stabsdienst, Major a.D. Carsten Torke, hat sich längst freigeschwommen und findet als Chef der Steinheimer Verwaltung Zuspruch von allen Seiten – auch im Stadtrat.

Freitag, 07.08.2020, 21:46 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 21:48 Uhr
Carsten Torke ist ein „Vinsebecker Junge“ und lebt mit seiner Familie auch in der Steinheimer Ortschaft – gleich neben dem Elternhaus. 1993 war er Jungschützenkönig und 2016 Regent der St.-Johannes-Schützenbruderschaft. Torke liebt seine Heimat. Foto: Harald Iding

Der gebürtige Vinsebecker, der mit Familie in seinem Heimatort mit dem schönen Wasserschloss lebt und bereits zwei Mal Regent der Schützen war (1993 als Jungschützenkönig und 2016 mit seiner Ehefrau Marion als umjubeltes Königspaar der St.-Johannes-Schützenbruderschaft), ist 2020 der einzige Bürgermeisterkandidat der Emmerstadt. Alle Parteien zollen ihm Respekt. Sie alle sind mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre voll zufrieden – denn es ist auch ein Gemeinschaftswerk, auf das jeder von ihnen stolz sein kann. Und die Christdemokraten sind zudem stolz, dass sie so einen entscheidungsfreudigen Kapitän auf der Brücke haben.

Schütze und Karnevalist

Torke, der sich in der Schützenrunde ebenso wohlfühlt wie beim närrischen Spaß mit Freunden der Karnevalsgesellschaft, möchte gerne die Stadt in den kommenden fünf Jahren weiter nach vorn bringen. Sein größter Wunsch: „Gemeinsam mit allen Bürgern, der Verwaltung und der Politik möchte ich die Kommune in eine sichere, lebenswerte Zukunft führen. Corona hat uns in diesem Jahr besonders vor Augen geführt, dass wir nur in der Gemeinschaft am stärksten sind. Und das ist mir seit meinem ersten Tag im Rathaus ein Herzensanliegen!“

Der dreifache Familienvater Torke, der mit seiner Ehefrau Marion (Floristin) im kommenden Jahr Silberhochzeit feiern kann, ist ein Mann der Taten. Der Teamgedanke ist dabei immer präsent.

Parteiübergreifender Ansatz

Wenn Torke im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT eine Bilanz der bisherigen Amtsjahre zieht, dann fallen immer wieder Aussagen wie „Gemeinschaft“ und „Das haben wir zusammen erreicht“. Der Christdemokrat hat von Anfang an den parteiübergreifenden Ansatz für sich und seine verantwortungsvolle Aufgabe gewählt. Das spiegelt sich im aktuellen Wahlkampf wider. „Es gibt nur ein paar Dutzend Plakate von mir, die im gesamten Stadtgebiet aufgehangen worden sind. Ich will mich nicht nach vorne stellen. Und auf ihnen ist lediglich mein Portrait mit dem Rathaus im Hintergrund zu sehen. Die CDU stellt ihre Kandidaten selbst vor – ohne mich auf einem Foto in der Runde ihrer Kandidaten zu zeigen. Diese Neutralität muss auch sein, um akzeptiert zu werden – und zwar von allen Parteien. Wer glaubt, als Bürgermeister aus dem Stand heraus schnell Karriere machen zu wollen, ohne die Zustimmung aller Ratsparteien in wichtigen Kernfragen, der wird schnell eines Besseren belehrt. Im Alleingang bringt man seine Kommune auf jeden Fall nicht nach vorn.“

Unter dem Titel „Das haben wir in der Großgemeinde erreicht“ zählt Torke erfolgreiche Projekte der vergangenen Jahre auf: beispielsweise im Zuge des Stadtumbaus West den Umbau der Förderschule zum Kultur- und Bildungszentrum; die Sanierung und den Erhalt der Stadthalle sowie die weitere Planung der Entlastungsstraße Schorrberg/Schiederstraße.

Positive Entwicklung

Positiv stellt sich ebenso der Erhalt und Ausbau der Kindergärten und Schulen dar (Modernisierung der Aula und Schulhöfe, Fahrstühle, Kunstrasenplatz) sowie die aktive Wirtschaftspolitik mit einem Dialog, an dem alle Akteure beteiligt sind. Die medizinische Versorgung und der Erhalt des Krankenhauses konnten gesichert werden.

Die starken Dorfgemeinschaften wurden gefördert und finanziell unterstützt (unter anderem durch das Projekt IKEK). Aber Torke blickt nach vorn und will im Team noch viel erreichen. „Die Belebung des Einzelhandels durch Unterstützung der Firmen und der Gastronomie steht auf unserer Agenda – ebenso das neue Quartier am Kump!“ Die Gemeinde stehe zudem davor, die erste „Gemeinwohl-Ökonomie-Kommune“ in Nordrhein-Westfalen zu werden. Wie Torke exklusiv dieser Zeitung sagte, suche er mit der Wissenschaft auch nach konkreten Lösungen im Hochwasserschutz. „Ich denke da an Starkregen-Warnsysteme. Das würde betroffenen Bürgern sehr helfen!“

Energie für Steinheim einsetzen

Torke fühlt sich in seiner Heimatstadt wohl und sei als Bürgermeister längst angekommen. „Die Bundeswehrzeit, wo ich 20 Jahre lang nur aus dem Koffer heraus gelebt habe, ist passé. Ich möchte meine Ideen und ganze Energie weiter für Steinheim einbringen!“

Die Familie steht voll hinter ihm und seinem Engagement. Tochter Wiebke (15), die wie ihr Bruder Hauke (13) das Steinheimer Gymnasium besucht, sagt: „Auf Papa kann man sich immer verlassen!“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7525902?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851055%2F
Chaos am Corona-Testzentrum
In einer langen Schlange warteten Bielefelder, um auf Corona getestet zu werden. Foto: Peter Bollig
Nachrichten-Ticker