555 jecke Frauen erleben Karnevalsparty mit buntem Programm in Stadthalle
Närrische Reise nach Afrika

Steinheim (WB). Auf den Spuren Afrikas bewegt sich der Steinheimer Karneval in dieser Session. „Hakuna Matata – auf Safari im Frauenkarneval“ hatten die Kump(el)stilzchen der kfd deshalb bei ihrem unvergleichlichen Büttenabend als Motto ausgegeben. 555 jecke Frauen erlebten in der modernisierten und sanierten Stadthalle nicht nur das neue Feeling der Steinheimer Narhalla, sondern auch ein dreistündiges spritziges Programm, das vor originellen und lustigen Beiträgen nur so sprudelte und immer wieder Jubelstürme auslöste.

Montag, 10.02.2020, 01:13 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 05:03 Uhr
Krönender Abschluss des Steinheimer Frauenkarnevals und ein echter Hingucker ist der afrikanische Tanz der Kump(el)stilzchen nach einem des dreistündigen Programm gewesen. Die Steinheimerinnen haben kräftig gefeiert. Foto: Heinz Wilfert

Ein Raunen ging schon durch die Halle als sich der Bühnenvorgang öffnete und den Blick auf das afrikanisch gestaltete sehr dekorative Bühnenbild freigab. Moderatorin Sandra Brökel dankte allen, die es ermöglicht hatten, die Halle rechtzeitig zum Karneval fertigzustellen. Begrüßt wurden zahlreiche Abordnungen von befreundeten Gruppen aus Nieheim, Höxter, Fürstenau, Lage und Bergheim. Ein ganzer Tisch von Frauen war darüber hinaus nach Steinheim gekommen, um Junggesellinnenabschied zu feiern. Eine Stimmungsrakete verdiente sich Pfarrer Holger Nolte-Günther, der erstmals beim Frauenkarneval in Steinheim dabei war und der die ganze Halle mit einem donnerndem „Man teou“ einstimmte.

Viele Höhepunkte

„Halle voll, Stimmung toll“, rief deshalb Sandra Brökel nach dem Einmarsch der Kump(el)stilzchen aus, so dass es sofort mit dem ersten Höhepunkt losgehen konnte – dem Auftritt des Prinzen Marc Obermann. Er genoss das Privileg, dass nur männliche Wesen, die mit einem „P“ beginnen, Zutritt zum Frauenkarneval haben: Prinz, Präsident, Pastor und Presse. Obermann, der bei der Prinzenkürung als König der Löwen proklamiert wurde, war sofort der Star in der Halle der Löwinnen, nach dem er mit seinem Hofmarschall Thomas Fichter und Präsident Dominik Thiet afrikanische Trommelklänge angeschlagen hatte. Später zeigte der Prinz seine Sportlichkeit, als er beim Tanz der Prinzengarde auf der Bühne Rad schlug. „Nervös bin nicht. Mein Vater Udo, der vor 20 Jahren als Prinz auf der Bühne stand, hat mir letzte Tipps gegeben, was mich erwartet – nämlich viele charmante Frauen“, sagte der Prinz.

Frauen feiern Karneval in Steinheim

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Foto: Heinz Wilfert
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Auch Präsident Dominik Thiet sparte nicht mit Komplimenten für die Damen. „Hakuna Matata heißt ‚Ohne Sorgen‘ und die müsst ihr auch nicht haben – schließlich könnt ihr ja heute ohne Männer feiern.“ Schlag auf Schlag folgte dann ein Höhepunkt im Programm auf den nächsten. Den Anfang machte der Sketch am Bahnhof, wo sich die zwei Damen (Martina Lohre und Kirsten Lohre) zwar viel zu erzählen, aber nur wenig zu sagen hatten. Der Yu-Tubb-Channel, gespielt von Eltern (Michaela Lödige und Marion Torke), ist längst eine Möglichkeit, auf diesem Weg mit ihren Kindern zu kommunizieren. Was „backstage“ hinter der Bühne abgeht, davon zeugte die Unterhaltung mit Songs, die Julia Claes und Mareike Helms zum Besten gaben. In eine Paraderolle schlüpfte Monika Nolte im Sketch „Misswahl“ (mit Angelika Blume). Die Staubpartikeldompteuse will unbedingt auf dem Laufsteg Karriere machen wie Heidi Klumm, denn „Wahre Schönheit kommt nun mal von innen – man muss sie nur rauslassen“, meinte sie.

Kurios und komisch

Kurios und komisch ist die Zukunft der Altenpflege, wenn erst Roboter zum Einsatz kommen, gespielt von Birgit Beforth und Moni Peter. Großen Beifall bekam die Pantomime „Weiße Füße“ die von fetzigen Titeln begleitet war. In die Rolle eines bayerischen Dirndls war in der Bütt Julia Claes geschlüpft, um mit bayerischem Dialekt zu philosophieren, dass Kinder früher doch eine schönere Zeit hatten als man gebrauchten Kaugummi noch an seine Freunde weitergegeben hat und nicht mit dem Auto vor das Schultor gefahren wurde. Nachdem Kirsten Volmer musikalische Liebeserklärungen für Steinheim gesungen hatte und die Sportladies (Sabrina Düwel und Annette Lödige) dem Figurenproblem mit Training für Bauch, Beine, Po zu Leibe rücken wollten, beklagte Monika Nolte ihre „Wechseljahre“. Ihr Mann ist ins Rentenalter gekommen und stellt zuhause alles auf den Kopf. Die „Grand Dame“ des Steinheimer Karnevals sorgte bei ihrem 123. Auftritt für die Kump(el)stilzchen wieder für eine Sternstunde.

Den krönenden Abschluss eines super Abends bildete der schon klassische Tanz der Kump(el)stilzchen, der eine ganze Geschichte erzählte – in malerischen afrikanischen Kostümen und dazu passender Musik.

Wer bei der Frauengala nächstes Mal dabei sein möchte, kann sich schon den Termin notiere – weiter geht es am Freitag, 29. Januar 2021.

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