Im Mai wird die Schrankenanlage am St. Rochus Krankenhaus in Betrieb genommen
780.000 Euro in Stellplätze investiert

Steinheim (WB). Ein einladender Eingangsbereich, der zum Genießen der ersten warmen Sonnenstrahlen einlädt, ein komplett neu gebauter und gestalteter Platz mit großzügigen Parkflächen und fast 60 neu hinzugekommene Stellplätze – 780.000 Euro hat die KHWE in vier Bauabschnitten am St.-Rochus-Krankenhaus verbaut. Damit die Investition nicht auf Kosten der Pflege geht, wird voraussichtlich im Mai eine Schrankenanlage aktiviert.

Montag, 01.04.2019, 06:19 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 06:30 Uhr
Parallel zu den Umbauarbeiten am Parkplatz des St.-Rochus-Krankenhauses wurde auch die Bushaltestelle samt Buswendeplatz umgestaltet. Auch Besucher und Patienten können nun gefahrlos ein- und aussteigen, der Bus fährt nun jede Stunde. Foto: Ralf Brakemeier

30 Minuten kostenlos parken

Die baulichen Maßnahmen hierzu sind bereits abgeschlossen. Für die Mitarbeiter werden gerade Transponder programmiert. »Wir wollen auf keinen Fall, dass wir für diese Investitionen in der Pflege oder der medizinischen Ausstattung sparen müssen«, erklärt KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß. Deshalb werde das Parken am St.-Rochus-Krankenhaus in Steinheim – wie bei fast allen Krankenhäusern – kostenpflichtig. Die Preise halten sich allerdings im moderaten Rahmen. Kurzbesucher oder Boten bezahlen für die ersten 30 Minuten gar nichts, danach wird 1 Euro für jede Stunde fällig. Maximal 5 Euro pro Tag werden aufgerufen, für Dauerbesucher gibt es auch verbilligte 3-Tage-, Wochen- oder Monatstickets. Reinhard Spieß: »Uns geht es nicht darum, mit der Parkraumbewirtschaftung Geld zu verdienen. Wir wollen lediglich die Kosten für den Bau und die Instandhaltung umlegen.«

Transponder fürs Personal

Das Personal bekommt einen Transponder für die Schranke und wird mit Kosten von maximal 12,83 Euro pro Monat belegt. Für das Chefpersonal stehen reservierte Parkplätze für den doppelten Preis zur Verfügung. Die auf dem Gelände ansässigen Praxen können die Parkgebühren für ihre Patienten in mehreren Stufen rabattieren.

Auf den Parkflächen habe »dringender Handlungsbedarf« bestanden, berichtet Johannes Brune, Technischer Leiter bei der KHWE. Reinhard Spieß bestätigt: »Die Oberflächen waren so marode, dass vor allem für ältere und gehbehinderte Patienten und Besucher Unfallgefahr bestand.« Die Baumaßnahme war aber nicht nur nötig und teuer, sie hat auch deutlich zu einer Entspannung der Parksituation am St. Rochus geführt. Durch bessere Strukturierung und die Hinzunahme eines Hanges im südlichen Bereich neben dem Hubschrauber-Landeplatz, konnte die Zahl der Parkflächen von 90 auf 146 erhöht werden. Die einzelnen Parkbuchten seien darüber hinaus mit einer Breite von 2,90 Metern besonders großzügig für besseres Ein- und Aussteigen gestaltet.

Zufahrt von Süden her

Die neue Zufahrt über die Schrankenanlage erfolgt am oberen, südlichen Teil des Geländes. Johannes Brune: »Damit verhindern wir, dass sich der Verkehr bis auf die Nieheimer Straße staut, sollten mehrere Fahrzeuge gleichzeitig ankommen.« Parallel zu den Baumaßnahmen auf dem Parkplatz wurde auch der daneben liegende Buswende und -wartebereich geschaffen. Vorteil für das St. Rochus: Durch die bessere Verkehrssituation konnte der Takt auf eine Stunde halbiert werden. Zusätzlich sind die Buswartehäuschen nun getrennt von der Hauptverkehrsstraße, kein Passagier muss die Straße überqueren.

Schulungs- und Konferenzräume

Nach dem Bau der zentralen Großküche, dem Umbau im St.-Rochus-Seniorenhaus, dem Neubau des Parkplatzes und der Umgestaltung der Patienten-Zimmer, einige wenige fehlen noch, geht es auf dem insgesamt etwa 40.000 Quadratmeter großen Gelände noch weiter. »Wir werden im Erdgeschoss des Krankenhauses unter anderem Schulungs- und Konferenzräume einrichten«, sagt Reinhard Spieß.

Das Parken am St.-Rochus -Seniorenhaus bleibt für Besucher kostenlos.

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