Politiker und Karnevalist verstorben
Große Trauer um Karl Düwel

Steinheim (WB/nf). Die drei »K´s« haben das Leben von Karl Düwel bestimmt: Karneval, Krankenkasse und Kommunalpolitik. Der gebürtige Steinheimer hat sich in bestem Sinne eingemischt in das Geschehen und das Leben seiner Heimatstadt. Wenige Wochen nach Vollendung seines 80. Lebensjahres ist er jetzt verstorben. Die Trauer in der Emmerstadt um Karl Düwel ist groß.

Mittwoch, 06.02.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 11:18 Uhr
Im Alter von 80 Jahren ist der Steinheimer Karl ­Düwel verstorben. Foto: Heinz Wilfert

»Karl Düwels große Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist über Jahrzehnte immer gleich geblieben. Damit hat er beispielhaft vorgelebt, auf private Bequemlichkeit zu verzichten und persönliche Opfer zu bringen«, hieß es seinerzeit während einer Feierstunde, als Düwel im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde – als Würdigung seiner großen und vorbildlichen Lebensleistung.

Leiter der Barmer vor Ort

Karl Düwel wurde am 21. Dezember 1938 in Steinheim geboren. Nach der Schule schloss er eine Lehre als Großhandelskaufmann ab. 1963 wechselte er zur Barmer Krankenkasse, die ihn 1964 mit dem Aufbau einer Zweigstelle in Steinheim beauftragte. Diese Filiale leitete er bis zum Eintritt in seinen Ruhestand.

1958 trat Düwel in die CDU ein, der er auf vielen politischen Ebenen diente. Unter anderem war er Mitbegründer des CDU-Stadtverbandes, einst auch jüngstes Ratsmitglied der Emmerstadt und Vorstandsmitglied der CDA im Kreis Höxter.

Mitglied des Kreistages

Von 1976 bis 1994 vertrat er die CDU über vier Wahlperioden im Kreistag – unter anderem fünf Jahre als Vorsitzender des Sozialausschusses, in dem er sich seinem Spezialgebiet mit großer Fachkompetenz widmete. Noch vor einem Jahr wurde er für 60-jährige Mitgliedschaft von seiner Partei geehrt.

Senator der StKG

Untrennbar mit seinem Namen sind zwei Publikationen und Aushängeschilder verbunden. Der vereinseigenen »Steinheimer Karnevalszeitung« (KAZ) und dem CDU-Stadtmagazin drückte er als leidenschaftlicher Chefredakteur über Jahrzehnte seinen ganz persönlichen Stempel auf.

Bundesverdienstkreuzträger

Alleine für das Stadtmagazin verantwortete er 100 Ausgaben. 2002 wurde sein Lebenswerk »Steinheimer Karnevalszeitung« mit dem ungewöhnlichsten Orden der StKG, dem Bumerangorden, ausgezeichnet. Für seine Verdienste um den Karneval ernannte die StKG ihr Elferratsmitglied Karl Düwel auch zum Senator der Gesellschaft.

Mitglied war der Verstorbene in mehreren Vereinen – wie der Kolpingsfamilie, der er mehr als 60 Jahre die Treue gehalten hat. Nach seinem Ruhestand blieb er weiter aktiv, etwa als Vorsitzender des Fördervereins »St.-Rochus-Krankenhaus«. Als engagierter freier Mitarbeiter dieser Zeitung hatte Karl Düwel viele Jahre aus seiner Heimatstadt berichtet – und das nicht nur über den Karneval.

Stadtgeschichte geschrieben

Mit seinen vielfältigen Aktivitäten hat Karl Düwel in den Jahrzehnten erfolgreich Stadtgeschichte geschrieben. Und er habe sich als Staatsbürger bewährt, so gestern die Einschätzung von langjährigen Weggefährten.

Das Seelenamt ist am Freitag (8. Februar) um 14 Uhr in der Steinheimer Pfarrkirche geplant. Die Beisetzung soll dann im engsten Familienkreis erfolgen.

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