Auf der Bundesstraße 252 bei Nieheim/Steinheim – Schaden über 20.000 Euro
Betrunkener LKW-Fahrer in zwei Unfälle verwickelt

Nieheim/Steinheim (WB). Gleich zwei Verkehrsunfälle hat ein alkoholisierter Lkw-Fahrer aus Bückeburg auf der B252 (Ostwestfalenstraße) im Bereich Nieheim und Steinheim verursacht.

Montag, 04.02.2019, 17:19 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 07:56 Uhr
Der Lkw-Fahrer fuhr über die Verkehrsinsel des Kreisels B252/B239. Die Polizei (Symbolbild stoppt ihn in Eichholz. Foto: dpa

Am Samstag gegen 1.40 Uhr geriet der 34-Jährige, der mit seinem Laster mit Anhänger auf der B252 Richtung Steinheim in Schlangenlinien unterwegs war, in Höhe der Abfahrt Albrock auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs, berichtete die Polizei. Eine 21-Jährige aus Steinheim musste mit ihrem Ford Fiesta dem Lkw-Gespann ausweichen und fuhr dadurch mit voller Wucht in die Leitplanke. Die Frau wurde leicht verletzt, der Ford musste von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Hier entstand ein Schaden von ca. 6.000 Euro.

Die Chaosfahrt ging noch weiter: Kurze Zeit später fiel der Lastwagen einer Zeugin auf, die sich kurz vor Steinheim hinter dem Unfallverursacher befand. Sie beobachtete, dass der Bückeburger über die Verkehrsinsel des Kreisels B252/B239 fuhr, Verkehrszeichen beschädigte und gegen den Lkw eines 48-Jährigen aus Hameln stieß, der gerade im Kreisverkehr unterwegs war. Anstatt anzuhalten fuhr der Verursacher jetzt wieder in Richtung Brakel davon, schilderte die Polizei. Die Unfallbilanz: Der Mann hatte einen Schaden in Höhe von 15.500 Euro angerichtet. Bei Steinheim-Eichholz konnte der Laster dann durch eine Streife der Polizei angehalten werden. Der Fahrer stand deutlich unter dem Einfluss von Alkohol. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein sichergestellt. Die Strafe für den 34-Jährigen wird spürbar weh tun.

Kommentar von Michael Robrecht

Laut Polizei hatten von 1.200 vor wenigen Tagen in Hessen kontrollierten Lkw-Fahrern 190 Alkohol getrunken – fast jeder sechste. Bei 79 von ihnen überschritt die Alkoholkonzentration in der Atemluft die kritische Grenze von 0,5 Promille. Ein Gefahrgutfahrer hatte 1,6 Promille. Auch in NRW ist die Lage nicht besser. Man staunt über solche Dreistigkeit. Manchmal sicherten die Beamten die Laster mit Parkkrallen oder nahmen den Fahrern die Fahrzeugschlüssel ab. Hier ist keine Milde mehr angesagt. Das ist kriminell. Solche Fahrer gehören in U-Haft, später ins Gefängnis. Sonst lernen die das nie.

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