Äthiopienhilfe Steinheim berichtet heute von Entwicklungen vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika

Steinheim (WB). Die Saat der von der Äthiopienhilfe Steinheim geleisteten Hilfe trägt immer größere Früchte. Davon konnten sich Vereinsmitglieder bei ihrem jüngsten Besuch in dem afrikanischen Land überzeugen.

Von Heinz Wilfert
Die Mitglieder der Äthiopienhilfe haben bei ihrem jüngsten Besuch mit Waisenkindern in Burat viel Freude.
Die Mitglieder der Äthiopienhilfe haben bei ihrem jüngsten Besuch mit Waisenkindern in Burat viel Freude. Foto: Privat

Im Rathaussaal Steinheim berichten heute, Freitag, von 19.30 Uhr an die Mediziner mit vielen Bildern und Filmen über die Eindrücke von 14 interessanten Tagen in Äthiopien, der Entwicklung der Kliniken in Burat, Dakuna und Galiye Rogda, einem vor einem Jahr eröffneten Schulkindergarten und der Arbeit der Frauengruppen. Alle Interessierten können teilnehmen.

Es war bereits der achte Besuch in Äthiopien, bei dem sich zeigte: Die unterstützen Kliniken entwickeln sich gut. »In etwa zehn Jahren erwarten wir, dass die Kliniken unabhängig arbeiten können«, sagt Dr. Bernhard Nalbach. Noch werden etwa 60.000 Euro pro Jahr benötigt, um in den Kliniken die medizinische Versorgung für eine Region mit 50.000 Menschen zu sichern. Bei den Besuchen baut Zahnärztin Dr. Cornelia Düwel-Westphal eine Zahnstation auf. Die nächste Zahnpraxis ist 200 Kilometer entfernt und kostet Geld. Vor allem Zähne werden gezogen, bis zu 500 in den drei Klinikstandorten.

120.000 Euro bringt Steinheimer Verein auf

Bei den Regierungsstellen in Äthiopien wird die Entwicklung der drei Kliniken genau überwacht und die gute medizinische Arbeit anerkannt. Dazu trägt bei, dass die Aus- und Weiterbildung medizinischer Kräfte übernommen wurde. Kontakte haben sich inzwischen zu italienischen Hilfseinrichtungen ergeben. Dabei wurde vereinbart, die Arbeit noch besser zu koordinieren. 120.000 Euro bringt der Steinheimer Verein in diesem Jahr für seine Äthiopienprojekte auf. Darunter befindet sich ein weiterer Kindergartenbau in Wogepeda für bis zu 120 Kinder, weil insbesondere Bildung ein wichtiges Standbein jeder Entwicklungshilfe werden müsse, damit die Menschen in Äthiopien langfristig eine Perspektive bekommen und Fluchtgründe entfallen. Deshalb sollte die Menschen hierzulande dieses Thema besonders interessieren.

Brückenfeiler: Verbindungen mit der katholischen Kirche

Die Hilfe aus Steinheim will vor allem Hilfe zur Selbsthilfe sein, die ersten Auswirkungen sind bereits sichtbar. Es werde auch nichts übergestülpt, sondern die Äthiopier entwickeln bereits eigene Ideen und reagieren auf veränderte Entwicklungen. Über ein neues Frauenprojekt wird beim Äthiopien-Infoabend berichtet – zur Existenzgründung mittelloser Frauen. Auch die Verbindungen mit der katholischen Kirche und deren Unterstützung stellen einen wichtigen Brückenpfeiler der Hilfe dar. Der Aufenthalt in Addis Abeba wurde für eine persönliche Audienz beim Kardinal genutzt.

Weil die Gelder auch in den kommenden Jahren gebraucht werden, zählt man auf Unterstützung durch die Erzdiözese Paderborn. Die ersten Kontakte sind geknüpft. Unterstützt werden die Projekte der Äthiopienhilfe von Schülern. Die Schüler der Realschule Nieheim, der Realschule Steinheim und des Gymnasiums Steinheim wollen deshalb Sponsorenläufe durchführen.

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