Im Steinheimer Fachausschuss wird über Ausweitung der Öffnungszeiten beraten Aus Bücherei wird moderne Bibliothek

Steinheim (WB/nf). Wenn im zweiten Halbjahr 2018 das neue Steinheimer »Kultur- und Bildungszentrum« in der ehemaligen Förderschule eröffnet wird, steht den Lesern statt einer einfachen Bücherei eine moderne Bibliothek zur Verfügung. 100.000 Euro sollen dafür investiert werden.

Claudia Ernst leitet mit Engagement das Bücherei-Team in Steinheim. Aus der Bücherei soll eine moderne Bibliothek werden.
Claudia Ernst leitet mit Engagement das Bücherei-Team in Steinheim. Aus der Bücherei soll eine moderne Bibliothek werden. Foto: Heinz Wilfert

Dann soll es nach dem Wunsch der Politik bei ausgeweiteten Öffnungszeiten auch eine bessere Personalausstattung geben. Im Ausschuss für Heimatpflege und Kultur brachte es Josef ­Lücking allerdings auf den Nenner: »Längere Öffnungszeiten bedeuten auch mehr Personal!«

Kapazitätsgrenze

Die von Claudia Ernst geleitete bisherige Bücherei arbeite bereits an der Kapazitätsgrenze, so die einhellige Meinung. Fachbereichsleiter Gerd Engelmann plädierte zwar dafür, den Zuspruch nach der Eröffnung abzuwarten und dann über erweiterte Öffnungszeiten zu entscheiden – weil es eben haushaltsrechtliche Auswirkungen habe.

Es sei aber fast schon abzusehen, dass sieben Stunden Öffnungszeit dann nicht mehr ausreichen werden. Nach längerer Diskussion kam der Ausschuss überein, mit dem Bücherei-Team bereits jetzt eine Aufstockung ihrer Stunden zu erreichen.

Verbund »onleihe owl«

Um das Angebot an elektronischen Medien zu verbessern, hat der Kulturausschuss einstimmig den Beitrittsantrag der Stadt Steinheim zum Verbund »onleihe owl« befürwortet. Die Bibliotheken von 34 benachbarten Kommunen haben diesen Verbund gebildet, um den Zugang zu elektronischen Büchern und Medien, zu Wissen, Literatur und Kultur mit günstigen Tarifen zu eröffnen und zu verbessern.

Ab Mitte 2018 und damit rechtzeitig zur Eröffnung der neuen »Steinheimer Bibliothek« könnte dieser Service zur Verfügung stehen. Die einmaligen Kosten belaufen sich auf 5000 Euro, die laufenden jährlich Betriebskosten liegen bei 1800 Euro.

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