Steinheim muss in 2018 Gebühren für Bestattungswesen anpassen Kolumbarium als Alternative

Steinheim (WB/nf). Seit 2012 sind die Gebühren für das Bestattungswesen in Steinheim gleich geblieben. Nun müssen Anpassungen erfolgen – um die gestiegenen Kosten und Investitionen abfangen zu können.

An dem neuen Kolumbarium in Steinheim setzt Rainer Drewes (Bauhof) eine Platte ein.      
An dem neuen Kolumbarium in Steinheim setzt Rainer Drewes (Bauhof) eine Platte ein.       Foto: H. Iding

Es hat zur Folge, dass die Gebühren vom kommenden Jahr an steigen werden. Dafür hat sich jetzt der Finanzausschuss ausgesprochen. »Ein Gebührenausgleich war leider nicht mehr möglich«, betonte Kämmerer Heinz-Josef Senneka, nachdem auch 19 000 Euro für die Friedhofskapellen angemeldet worden sind.

Nach der einstimmig vom Ausschuss abgegebenen Empfehlung zur Gebührenbedarfsrechnung ergeben sich für die unterschiedlichen Beisetzungsarten Steigerungen zwischen acht und 15 Prozent.

Folgende Gebühren werden demnächst erhoben, wenn der Rat der Stadt der Empfehlung zustimmt: Reihengräber für Erwachsene 1850 Euro; Reihengräber für Kinder bis sechs Jahre 1000 Euro; Wahlgräber für Erwachsene Einzelgrab 2370 Euro; Wahlgräber für Erwachsene Doppelgrab/Erstbeisetzung 3450 Euro; Wahlgräber für Erwachsene Dreiergrab/Erstbeisetzung 4530 Euro; Wahlgräber für Erwachsene - weitere Beisetzungen 1100 Euro; Wahlgräber für Kinder bis sechs Jahre 1400 Euro; Urnenbeisetzungen im Reihengrab 900 Euro; Urnenbeisetzungen im Wahlgrab 960 Euro; Urnenbeisetzungen im anonymen Urnengrab 810 Euro; Urnenbeisetzung im anonymen Urnengrab ohne Benutzung der Friedhofskapelle 300 Euro; Urnenbeisetzung im Kolumbarium 1350 Euro.

Auf Nachfrage bestätigte Rainer Drewes (Leiter des Bauhofes der Stadt) gestern, dass für das neue Kolumbarium bereits vier von 52 Kammern für Urnen belegt seien. In Steinheim befindet sich das Kolumbarium an zentraler Stelle – gleich gegenüber der Friedhofskapelle. Der Platz um die Urnenstelen herum ist gepflastert. Der Wunsch nach einem Kolumbarium hatte bereits seit langem bestanden, um eine zusätzliche Möglichkeit der Urnenbestattung zu schaffen, die nicht mit einer Grabpflege verbunden ist. Die Urnen befinden auf der Vorder- und Rückseite der Stelen hinter Platten, auf denen die Namen angebracht werden können.

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