Jugendliche und Künstler-Brüder Löneke gestalten Außenwände des Steinheimer Eckpunkts Graffiti am städtischen Haus

Steinheim (WB). Sie besprühen die weißen Außenwände des städtischen Gebäudes am hellichten Tag – und das ist sogar ganz legal. Das Steinheimer Jugendzentrum Eckpunkt in der ehemaligen Weber-Schule haben jetzt zwei Graffiti-Künstler gemeinsam mit jungen Leuten farbenfroh gestaltet.

Von Harald Iding
Die Brüder Johannes (hintere Reihe, von links) und Lukas Löneke freuen sich mit den beiden Betreuern Hans Krautheim und Sebastian Riegel (Sozialpädagoge und Leiter) sowie den Jugendlichen Alexander, Camil und Jennifer über die gelungene Aktion.
Die Brüder Johannes (hintere Reihe, von links) und Lukas Löneke freuen sich mit den beiden Betreuern Hans Krautheim und Sebastian Riegel (Sozialpädagoge und Leiter) sowie den Jugendlichen Alexander, Camil und Jennifer über die gelungene Aktion. Foto: Harald Iding

Die Brüder Johannes (27) und Lukas Löneke (31), die in Steinheim aufgewachsen sind, kennen viele schon von ihren Kunstwerken, die sie im Steinheimer Freibad mit dem Förderverein realisiert haben. Den Kontakt hatte vor zwei Jahren Vereinsmitglied Hans Krautheim vermittelt, der auch bei dem  neuesten Projekt zusammen mit dem Dipl.-Sozialpädagogen Sebastian Riegel als Leiter des Eckpunkts wieder alle an einen Tisch holte. Die Jugendlichen, die unter Anleitung der Experten zunächst die ersten Sprühversuche unternehmen durften, zeigten sich begeistert von dieser ungewöhnlichen Malaktion. Die 17-jährige Jennifer: »Das ist echt cool, dass wir die Wände gestalten dürfen. Auf dieses Meisterwerk können wir alle stolz sein!«

Die 17-jährige Jennifer hat viel Spaß beim Sprühen. Auf diese Weise gestalten Jugendliche selbst ihr Zentrum. Foto: Harald Iding

Nach dem Ende der Friedrich-Wilhelm-Weber-Schule und dem Abriss des früheren Jugendzentrum-Gebäudes an der Detmolder Straße fühlen sich die Jugendlichen und Betreuer (Sebastian Riegel und Hans Krautheim) schon richtig wohl in ihren neuen Räumlichkeiten. Damit haben sie auch den Anfang gemacht für den Start des zukünftigen Kulturzentrums, wo ebenfalls die Städtische Bücherei und die Musikschule ihr Zuhause haben werden.

Lukas Löneke füllt die Flächen des Schriftzuges Eckpunkt. Foto: Harald Iding

Die Fachleute verwenden ganz spezielle Sprühdosen, die extra für Graffiti hergestellt worden sind. Es seien hochpigmentierte Farben mit einem kräftigen Auftrag, anders als zum Beispiel eine handelsüblicher Sprühdose mit Autolack. Es würde dafür nur wenige Läden in OWL geben. »Der nächste ist in Paderborn. In dem Shop bekommt man diese speziellen Dosen, die in den einzelnen Farben ganz fein abgestuft sind. Damit kann man viel besser arbeiten und Akzente wie feine Linien setzen«, so die Löneke-Brüder. Sie freuen sich, dass mit ihrer Aktion nicht nur das Jugendzentrum das passende Outfit bekommen hat und sofort erkennbar ist. Auch ist deutlich geworden, dass man ganz legal jede Menge Spaß haben kann.

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