Steinheim investiert 5,4 Millionen Euro in die Kultur – Zuschüsse bewilligt Drei von drei

Steinheim (WB). »Vor sechs Monaten hätten wir noch nicht gedacht, dass das möglich ist«, gibt Steinheims Wirtschaftförderer Ralf Kleine zu. Nun werden in Steinheim bis zum Jahr 2019 etwa 5,4 Millionen Euro in die Kultur investiert.

Von Ralf Brakemeier
Stritten und einigten sich am Ende im Arbeitskreis über die Finanzierung und Ausrichtung von Aula, Kultur- und Bildungszentrum sowie Stadthalle (von links): Bernd Behling (Grüne), Wirtschaftsförderer Ralf Kleine, Gerd Jarosch (CDU), Bürgermeister Carsten Torke, Therese Meier (Bauamt), Gisbert Günther (UWG) und Jürgen Unruhe (SPD). Nun werden bis 2019 etwa 5,4 Millionen Euro in die Kultur investiert.
Stritten und einigten sich am Ende im Arbeitskreis über die Finanzierung und Ausrichtung von Aula, Kultur- und Bildungszentrum sowie Stadthalle (von links): Bernd Behling (Grüne), Wirtschaftsförderer Ralf Kleine, Gerd Jarosch (CDU), Bürgermeister Carsten Torke, Therese Meier (Bauamt), Gisbert Günther (UWG) und Jürgen Unruhe (SPD). Nun werden bis 2019 etwa 5,4 Millionen Euro in die Kultur investiert. Foto: Ralf Brakemeier

Schon lange brennen den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung drei Projekte unter den Nägeln: Die renovierungsbedürftige Aula im Schulzentrum, der Umbau der ehemaligen Förderschule zum Kultur- und Bildungszentrum und die Sanierung der maroden Stadthalle. Über lange Zeit sah es so aus, als gäbe es nur ein »Entweder-oder« – nun heißt es »Sowohl-als-auch«.

»Danken müssen wir vor allem der Verwaltung, die in einer wahren Mammutaufgabe die Anträge rechtzeitig gestellt hat«, sind sich Bürgermeister Carsten Torke und Gisbert Günther (UWG) einig.

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»Hier soll es in Zukunft Probeabende, Kulturveranstaltungen, Theatervorführungen, Konzerte und natürlich auch private Feiern geben.«

Carsten Torke

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Auch dank der Unterstützung der Bezirksregierung in Detmold und von NRW-Bauminister Michael Groschek wird es Mittel in Höhe von etwa 1,95 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes für eine energetische Sanierung und das Erreichen der Barrierefreiheit für die Stadthalle geben. Damit bleiben etwa 1,2 Millionen Euro, die die Stadt unter anderem auch in den Umbau der Stadthalle hin zu einer modernen und multifunktionalen Veranstaltungshalle stecken muss.

Modernes Raumaufteilungssystem

Carsten Torke: »Hier soll es in Zukunft Probeabende, Kulturveranstaltungen, Theatervorführungen, Konzerte und natürlich auch private Feiern geben. Durch ein modernes Raumaufteilungssystem wird es dann möglich sein, Veranstaltungen von 50 bis zu 1000 Personen durchzuführen.«

Projekte dürfen nicht konkurrieren

Damit sei aber auch klar, dass für solche Events weder im künftigen Kultur- und Bildungszentrum noch in der Aula des Schulzentrums Platz sei. Alle drei Projekte ließen sich nur als Gesamtes betrachten und dürften nicht konkurrieren.

Aula-Umbau soll zeitnah starten

In der Aula, ihr Umbau wird etwa 600 000 Euro kosten und soll zeitnah beginnen, werden ausschließlich Schulveranstaltungen wie Musik- und Theatervorführungen oder Schulversammlungen durchgeführt. 1,6 Millionen Euro sind für den Umbau der ehemaligen Förderschule in ein Kultur- und Bildungszentrum veranschlagt. Davon werden 70 Prozent aus Mitteln des Stadtumbaus West gefördert. Hier wird weiterhin die Musikschule zu Hause sein.

Platz für Veranstaltungen der VHS

Darüber hinaus bieten die umgebauten Räumlichkeiten später Platz für Veranstaltungen der VHS. Eine moderne, große Stadtbücherei ist ebenso in Planung wie Räume für den Jugendtreff, die Junge Kultur Steinheim sowie die Waldjugend.

In einem Arbeitskreis aus Mitarbeitern der Verwaltung und Verantwortlichen aus der Politik wurde über Monate an diesen Großprojekten gestritten und gefeilt. Herausgekommen ist die Maximallösung für Steinheim.

Stadthallensanierung ist Mitte 2018 vorgesehen

»Ein absolut positiver Abschluss des großen Projektes Stadtumbau West«, findet Jürgen Unruhe von der SPD, der für die positiven Förderbescheide auch die große Einigkeit in Politik und Verwaltung verantwortlich macht.

Bürgermeister Torke hofft auf den Baubeginn für die Stadthalle Mitte des kommenden Jahres. Zwölf Monate später könnten, unter optimalen Bedingungen, die Arbeiten beendet sein.

»Mit den Vorbereitungen und Planungen dieser Großprojekte ist die Verwaltung absolut am Limit«, sagt Torke und freut sich gleichzeitig, dass mit den Maßnahmen die Zukunft für die Kultur in Steinheim »für die nächsten 25, 30 Jahre gesichert ist.«

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