Mit Pishing-Attacke wollte Betrüger das große Geld auf Kosten anderer machen Polizei überführt Steinheimer

Steinheim (WB/hai). Immer wieder sind Betrüger mit der so genannten Phishing-Methode erfolgreich. Dabei werden zum Beispiel Nutzer von Internetbanking-Angeboten, ohne es zu merken, umgeleitet auf gefälschte Seiten, die den ursprünglichen Bankseiten nachempfunden sind. Die Polizei im Kreis Höxter ist jetzt einem Betrüger aus Steinheim auf die Schliche gekommen.

Betrug durch Phishing-Attacke: Die Polizei aus Höxter konnte jetzt größeren Schaden verhindern.
Betrug durch Phishing-Attacke: Die Polizei aus Höxter konnte jetzt größeren Schaden verhindern. Foto: dpa/Symbolfoto

Über solche gefälschten Seiten erfolgt meist die Aufforderung, bestimmte Überweisungen vorzunehmen oder Transaktionsnummern (TAN) zu übermitteln. Teilweise werden so auch vom Kunden im guten Glauben gefertigte Überweisungen dreist abgefangen und verändert. Nutzer der Internetdienste sollten also immer aufmerksam sein, wenn sich das Internetbanking nicht in der gewohnten Weise darstellt, warnt die Polizei. TAN würden durch Banken niemals abgefragt und sollten nicht außerhalb des eigenen Überweisungsvorganges übermittelt werden.

Täter sitzen oft im Ausland

»Die Betrüger sitzen oft im Ausland«, so Markus Tewes von der Kreispolizeibehörde Höxter. Damit das illegale System funktioniert, sei eine Bankverbindung im Inland erforderlich. Hierbei setzen die Täter dann auf Helfer, denen Anteile an der Beute versprochen werden. Tewes: »So war es auch in einem aktuellen Fall, wobei der Helfer in Steinheim wohnte. Durch die Anzeigenerstattung einer Geschädigten bei der Polizei in Ratzeburg wurde die Kriminalpolizei in Höxter auf den Helfer aufmerksam. Die Beamten suchten die Adresse in Steinheim unmittelbar auf und konnten so zunächst verhindern, dass 3675 Euro ins Ausland transferiert wurden.«

Beamte lassen Konto sperren

Dieses Geld war die Hälfte des Betrages, den die Täter ergaunern konnten. Noch am gleichen Tag wurde ein weiterer Betrag von 5770 Euro auf das Konto des Helfers überwiesen. Auch hier konnte die Weiterleitung an die Täter im Ausland gestoppt werden. Das Konto des Mannes aus Steinheim wurde daraufhin gesperrt, so die Ermittler. Gegen den Steinheimer und die unbekannten Täter im Ausland wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei warnt immer wieder davor, auf besonders lukrative Angebote von Unbekannten einzugehen, die sich eines fremden Kontos zur Weiterleitung von Geldern bedienen wollen. Tewes: »Die Summen stammen regelmäßig aus Straftaten. Der Umweg über ein fremdes Konto wäre sonst nicht erforderlich. Damit sollen Finanzwege erst ermöglicht und die eigene Identität verschleiert werden. Jeder, der sich hieran beteiligt, macht sich selbst strafbar.«

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