Melanie Horstmann gehört zu den Kindertagespflegepersonen im Kreisgebiet Höxter mit eigenem Angebot
Lustige „Kaffeerunde“ mit der Tagesmutti

Nieheim -

Mit dem Qualitätssiegel des Kreises Höxter sind im vergangenen Jahr rund 70 Tagesmütter und Tagesväter ausgezeichnet worden. Über das ganze Kreisgebiet verteilt steht damit den Familien mit dieser flexiblen Betreuungsform ein attraktives Angebot zur Seite, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu vereinfachen – oder überhaupt erst zu ermöglichen.

Dienstag, 09.02.2021, 07:15 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 07:20 Uhr
Die zweijährige Ella hat am Montag richtig viel Spaß in der „Kinder-Küche“, wo sie einen leckeren „Kaffee“ für sich und die Tagesmutter Melanie Horstmann zubereitet. Foto: Harald Iding

 

Für die meisten dieser Kindertagespflegepersonen, so der Kreis Höxter, sei ihre Tätigkeit längst zur Berufung geworden. Und: Die Tagespflege wird in der Region von immer mehr Eltern in Anspruch genommen. Schon seit 2009 kümmert sich beispielsweise Melanie Horstmann in Nieheim in ihrem Privathaus mit viel Liebe und nachgewiesener Fachkenntnis um die Jüngsten der Gesellschaft, die ihr täglich anvertraut werden. Als Kindertagesmutter der „Tröpfchengruppe“ freut sich sie täglich auf das Miteinander mit den aufgeweckten Sprösslingen.

Wenn Eltern es wünschen, bietet sie einen Vollzeitplatz für die Betreuung an (Frühdienst ab 6 bis 7 Uhr, bis maximal 15.45 Uhr). „Die Bringphase beginnt meist um 7 Uhr. Eine halbe Stunde später steht schon das gemeinsame Frühstück an. In der Corona-Pandemie übernehme ich die Kinder direkt an der Haustür. Das hat sich gut eingespielt“, sagt Melanie Horstmann, für die ihre selbstständige Tätigkeit als Tagesmutter eine echte Berufung sei. Als ehemaliges Tanzmariechen der Nieheimer Karnevalsgesellschaft und langjährige Trainerin der Mini-Garde hat sie schon immer einen guten Zugang zur jungen Generation. Die zweifache Mutter (ihre Töchter sind 14 und 17 Jahre alt) hat mit ihrem Mann ein richtiges Spielparadies im Kellergeschoss geschaffen, alles ist kindgerecht ausgestattet.

Es ist das große Reich der „Tröpfchengruppe“, über das sich jetzt auch Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz informierte. Seine Bilanz: „Es ist ein Mini-Kindergarten für unter Dreijährige mit einem tollen, kindgerechten Außenbereich für schöne Tage!“ Längst würden sich Eltern immer wieder für Melanie Horstmann entscheiden. „Sie vertrauen mir nach guten Erfahrungen mit dem ersten Kind später gerne auch jüngere Geschwisterkinder an“, freut sich Horstmann. Sie habe viel investiert – auch in die Ausbildung und Fortbildung. So darf sie die Berufsbezeichnung „Fachkraft U3 – frühkindliche Bildung und Erziehung (KA)“ tragen. Das hat ihr vor zehn Jahren die Kolping-Akademie NRW nach einer umfassenden Weiterbildung bescheinigt.

Zunächst habe sie als Medizinisch-Technische Assistentin (MTA) in einem Krankenhaus gearbeitet. Später folgten mehrere Jahre als Gleichstellungsbeauftragte im Ehrenamt für die Stadt Nieheim. Doch als Tagesmutter habe sie ihren Traumberuf gefunden. „Ich erlebe mit den Kindern so viele schöne Dinge“, schwärmt die 43-Jährige. Bis zu fünf Kinder kann sie aufnehmen. Eltern würden oft nicht wissen, dass die Kindertagespflege ein grundsätzlich gleichrangiges Angebot wie eine Kindertagesstätte bietet. Horstmann: „Sie haben ein freies Wahlrecht über den so genannten Kitaplaner des Kreises Höxter“. Eltern können dort zwischen der herkömmlichen Kita und im Regelfall gleich mehreren Tagesmüttern beziehungsweise Kindertagespflegestellen vor Ort wählen.

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