Nieheims Bürgermeister stellt Muster den Politikern vor – Wasserspiele im Untergrund mit eigener „Brunnenkammer“ geplant
Neue Steine für die neue „Mitte der Stadt“

Nieheim (WB/nf) -

Eine unempfindliche Pflasterung wird der Richterplatz in Nieheim erhalten, der zur „neuen Mitte der Stadt“ werden soll. Ganz preiswert ist die vorgeschlagene Variante allerdings nicht: Der „Oberkirchner Sandstein“ wird rund 100 Euro pro Quadratmeter kosten.

Montag, 11.01.2021, 18:08 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 18:18 Uhr
Die Arbeiten im Richterhaus in Nieheim laufen zügig voran. Der Platz vor dem historischen Gebäude (Fachwerkbau von 1701) soll eine unempfindliche Pflasterung erhalten. Foto: Harald Iding

Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz stellte die Materialien der Politik vor. Das Material sei für die dauerhafte Befahrung durch Personenkraftwagen und mittelschwere Lastkraftwagen (bis 7,5 Tonnen) ausgelegt. Streusalz könne aber nur eingeschränkt eingesetzt werden, da die Steine sonst angegriffen und beschädigt werden könnten.

Vor dem Eingang der ­Tagespflege „Jung & Alt“ müssten deshalb bei Glätte besondere Sicherungsmaßnahme durch den Träger ergriffen werden. Im Bereich der geplanten Wasserspiele komme „Grauwacke“ zum Einsatz. Es handelt sich nach Angaben der Planer und des Bauleiters um einen besonders widerstandsfähigen, rutschfesten und wasserverträglichen Naturbaustein mit einer Sonderstärke von zwölf Zentimetern – die Kosten liegen bei 270 Euro pro Quadratmeter.

Der Stein wird nicht nur im unmittelbaren Bereich der Wasserspiele (55 Quadratmeter) verlegt. Mit ihm wird zusätzlich ein größerer „Platz im Platz“ von 200 Quadratmetern geschaffen. Für die Wasserspiele ist im Untergrund der Bau eines Technikraumes sowie eines Wasserreservoires mit Anschluss an die Trinkwasserleitung vorgesehen. Eine Kellerlösung im Nieheimer Richterhaus wurde übrigens verworfen, weil sie mit der Gefahr verbunden sei, dass chemische Gase austreten und sich in den darüber befindlichen Gebäudeteilen ausbreiten.

Die unterirdische Brunnenkammer hat Außenmaße von 5 mal 2,5 Meter mit einer Höhe von der Unterkante Pflaster bis zum Boden von etwa drei Metern. Die Kosten für die Errichtung des Raums sind auf 20.000 Euro taxiert. Die Kosten für die technische Ausstattung des Versorgungsraums (Pumpen, Wasserleitungen, Testgeräte, Funkanlage, Licht, Heizung und Windmesser) belaufen sich auf 35.000 Euro. Die Folgekosten werden nach den Erfahrungen aus anderen Kommunen 3000 bis 4000 Euro pro Jahr verursachen. Zu den Jahreskosten kommen noch eine Stunde Arbeitsaufwand je Woche außerhalb der Wintermonate hinzu. Weil aus Gründen des Arbeitsschutzes die Arbeiten zu zweit durchzuführen sind, müsse mit 70 Stunden pro Jahr kalkuliert werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

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