Nieheimer Bad blickt auf erfolgreiche Geschichte – Startschuss vor genau 40 Jahren – Hans Osterholz liebt seinen Beruf
Starke Bilanz: 1,5 Millionen Gäste seit 1980

Nieheim -

Der 63-jährige Hans Osterholz aus Sommersell – er gehört zum Hallenbad wie der Holsterturm zu Nieheim. „Ich liebe meinen Beruf“, gesteht er. Die meisten der Badegäste, die regelmäßig die beliebte Freizeiteinrichtung aufsuchen, kennt der sportliche Experte mit Vornamen. Das Bad feiert jetzt runden Geburtstag.

Freitag, 04.12.2020, 06:20 Uhr
Badechef Hans Osterholz (63, rechts) und sein Kollege Roland Baak (51) sitzen auf der Edelstahl-Rutsche am Außenbecken (2015 vom Förderverein realisiert). Osterholz: „Wegen Corona fällt die Geburtstagsfeier des Bades leider aus. Sie wird aber nachgeholt!“ Foto: Harald Iding

 

An diesem Wochenende jährt sich zum 40. Mal der Tag der Eröffnung. „Am 6. Dezember 1980 ist das Kombibad mit dem Außenschwimmbecken feierlich eingeweiht worden“, betont Hans Osterholz, den viele wegen seiner Körpergröße von 1,90 Metern und freundlichen Art respektvoll nur den „Langen“ nennen.

Der Badechef von Nieheim hat viele Fans. Und er ist eigentlich fast von Anfang an dabei. „Genau gesagt sind es bei mir 39 Jahre“, sagt ­Osterholz und lächelt. „Ich habe hier nach dem Betriebsbeginn gleich eine mehrjährige Ausbildung zur Fachkraft für Bäderbetriebe absolviert.“ Ausbilder war sein damaliger Chef Rudi Niehörster, mit dem er mehr als 25 Jahre im Bad perfekt zusammengearbeitet habe. „Zu unserem ‚Silberjubiläum‘ als Duo unternahmen wir eine Reise an den Rhein und hatten viel Spaß.“ Herzlichkeit und Offenheit würden das Miteinander unter Kollegen prägen, so Osterholz. Seit 2019 ist der 51-jährige Roland Baak aus der Großgemeinde Bad Driburg mit an Bord. Die niederländische Frohnatur unterstützt das Team als selbstständige Fachkraft für Bäderbetriebe. Seit der Eröffnung vor vier Jahrzehnten hätten rund 1,5 Millionen Badegäste die Einrichtung aufgesucht, die in der Vergangenheit immer wieder modernisiert, erweitert und saniert worden ist.

Die ersten Badegäste waren 1980 Pfarrer Gerold Schulte-Silberkuhl und der ehrenamtliche Bürgermeister Heinrich Rieks. Mit einem flotten Sprung ins „Lehrschwimmbecken“ eröffneten sie offiziell das Bad – sehr zur Freude der zahlreichen Ehrengäste.

Das ganze Jahr über konnten in den vergangenen Jahren die kleinen und großen Fans ihre Bahnen im Außenbecken (25 mal circa 17 Meter groß) oder im überdachten Becken (17 mal acht Meter, auch Lehrschwimmbecken genannt) ziehen. „Die Besonderheit im Hallenbad ist der durchgehende Hubboden. Von 30 Zentimeter bis 1,80 Meter Tiefe können wir den Boden steuern. Das ist ideal zum Beispiel für Anfänger im Kindergartenalter.“ Osterholz greift in eine Schublade, wo ganz viele „Seepferdchen“ versteckt sind. „Das ist ja das begehrte Zeugnis für Frühschwimmer, das wohl jedes Kind gerne in den Händen hält“, sagt Osterholz. Inzwischen würde sich der örtliche Schwimmverein um die entsprechende Ausbildung kümmern. „Die sind in der Regel jedes Wochenende hier.“ In den Jahren habe sich viel verändert und sei technisch auf den neuesten Stand gebracht worden wie das schöne Kinderbecken.

2011 erfolgte die gesamte Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Duschanlagen und des Hallendaches (mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, Land NRW und Bund). Einige Jahre gab es sogar eine tolle Saunalandschaft, die habe sich am Ende aber nicht mehr gerechnet. So wurde aus der Sauna vor rund sechs Jahren eine Mensa für Schüler.

Osterholz wird im kommenden Jahr 40 Jahre im Dienst sein – und im Herbst seinen Ruhestand antreten. Ein Nachfolger für ihn ist schon gefunden worden: Es ist der 37-jährige Andreas Schneider (Fachangestellter für Bäderbetriebe), der im Februar 2021 kommen wird.

Übrigens: Wegen der Corona-Auflagen in der Pandemie sank die Zahl der Gäste von 33.430 (in 2019) auf rund 16.000 in diesem Jahr.

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