Bürgermeisterkandidatin Jana Katharina Reineke aus Nieheim setzt auf interkommunale Zusammenarbeit
„Kultur ist die Kirsche auf der Torte“

Nieheim/Paderborn (WB). Nieheim kann sein kulturelles Potenzial steigern – und klare Absprachen mit Vereinen und Initiativen sind dabei wichtig. Auf diese Formel setzt die Nieheimer Bürgermeister-Kandidatin Jana Katharina Reineke.

Mittwoch, 09.09.2020, 18:09 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 18:12 Uhr
Kulturfachfrau Antje Ostermann aus Paderborn (rechts) und Bürgermeister-Kandidatin Jana Katharina Reineke haben sich über die Kulturförderung in Nieheim ausgetauscht. Foto: Privat

„In der Nach-Corona-Zeit wird es eine große Nachfrage nach Kultur geben“, so lautet die Einschätzung von Antje Ostermann (Veranstaltungsleiterin Kultur der Paderborner-Stadthallenbetriebs GmbH) bei einem Treffen mit Jana Katharina Reineke. Nieheim sollte auf seinen guten Ruf als Kulturstadt setzen, denn Menschen erinnern sich und kommen wieder.

Das Voices-Festival, die Kulturnächte, der Käsemarkt, Kultur im Sackmuseum oder – schon länger zurückliegend – die Chorfestivals, Rockkonzerte in der Stadthalle oder die Events des Kulturquartetts, „all dies bildet eine gute Grundlage, um wieder mit Kulturveranstaltungen zu starten.“ Erst einmal in kleinen überschaubaren Schritten, denn viele Gebäude wie Nieheims Museen, die Grundschul-Aula, andere städtische und private Gebäude sowie Vereins- und Dorfgemeinschaftshäuser würden hier beste Voraussetzungen bieten.

Lösung für die Stadthalle

Eine Lösung für die Nutzung der Stadthalle könnte parallel erarbeitet werden, wobei eine Kombination aus Mehrzweck- und Turnhalle nach Einschätzung der Kulturmanagerin aus Paderborn hohe Investitionskosten erfordere und in der Praxis kaum für beide Zwecke zufriedenstellend umgesetzt werden könne.

Bevor dazu eine Entscheidung getroffen wird, sollten zunächst also Bedarfe geklärt und ein genaues Nutzungskonzept erarbeitet werden. Jana Katharina Reineke bedankte sich für die wertvollen Hinweise und verwies auf die Notwendigkeit der von ihr geforderten interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten – auch im Kulturbereich, um hier keine für alle Beteiligten schädliche Konkurrenz entstehen zu lassen.

Koordination in die Hand nehmen

Grundsätzlich sei die Politik gefordert, klare Entscheidungen zur Kulturförderung vor Ort zu treffen. Andererseits braucht es aber auch jemanden, der die Koordination in die Hand nimmt, der klare Absprachen mit Vereinen und Initiativen trifft, jemanden, „die oder der den Hut auf hat“.

Auch die Entwicklung eines „Nieheimer-Kultur-Abo“ sei langfristig für sie eine interessante Variante, um Kultur in der Nach-Corona-Zeit wieder zur „Kirsche auf der Torte“ für Nieheims Bevölkerung, für die Menschen aus der Region und für Touristen werden zu lassen.

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