Johannes Schlütz (50) will Bürgermeister in Nieheim werden
Neue Wege gehen

Nieheim (WB). „Wirtschaftsförderung“, „Ausbau der Infrastruktur“ sowie „Klima- und Umweltschutz“ – diese Themen sind fester Bestandteil des Wahlprogramms von Johannes Schlütz. Der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat aus Holzhausen will dabei neue Wege gehen – und alle Generationen an seinem Programm für die Zukunft teilhaben lassen.

Dienstag, 11.08.2020, 20:30 Uhr
Standfest: Der parteiunabhängige Kandidat Johannes Schlütz (50, hier in der Lehmkuhle) möchte als Bürgermeister in Nieheim alle Generationen mitnehmen. Foto: Harald Iding

Seine Ideen wie die neue „Wasserstoff-Allianz“ sollen nicht als „Insellösungen“ bewertet werden, sondern als Gesamtpaket, das für Bewegung, Mut und Veränderung in der Stadt steht.

Ob es Videobeiträge im Internet sind, großflächige Plakate mit Kernaussagen wie „Zukunft gestalten, statt Leerstand verwalten“ oder die Online-Abfrage unter Jugendlichen – der 50-jährige Schlütz sieht sich als „Bürgermeister mit Herz und Verstand“ verantwortlich und modern aufgestellt für die gesamte Großgemeinde Nieheim, mit der Kernstadt und allen Ortschaften. Seit sich der Finanzexperte Ende des vergangenen Jahres erstmalig öffentlich erklärt hat, als Amtsnachfolger von Rainer Vidal kandidieren zu wollen, habe er viele positive Gespräche mit Bürgern führen dürfen – und sei bei seinen Infoabenden (unter strengen Corona-Auflagen) in den Nieheimer Ortschaften immer wieder auf sehr interessierte Zuhörer gestoßen.

Dörfer nicht benachteiligen

„Dieser direkte Austausch mit vielen Menschen aus der Region, die ganz unterschiedliche Lebenshintergründe haben, hat mich in meinen Vorhaben bestärkt, als Bürgermeister für Nieheim zukünftig die Probleme anzupacken, für die Sorgen der Bürger Antworten zu finden und mit frischen Ideen neue Impulse zu setzen“, betont der dreifache Familienvater Schlütz, der mit Ehefrau Anke (45, Physiotherapeutin in Nieheim) und den Kindern in Holzhausen lebt, wo er sich schon seit Jahren unter anderem im Schützen- und Fußballverein einbringt.

Seit 2007 trägt Schlütz beruflich als Führungskraft bei der „Bundesrepublik Deutschland-Finanzagentur GmbH“ in Frankfurt am Main (Abteilungsleiter Investor Relations und Kommunikation) Verantwortung für ein großes Team. Die Agentur ist für das Schuldenmanagement des Bundes verantwortlich. Seit 1996 ist Schlütz zudem „Co-Autor“ mehrerer Fachbücher – wie die Publikationen »Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen« (Handelsblatt), »Ratgeber Börse« (ARD plusminus) und »Neuer Markt und Nasdaq – Erfolgreich an den Wachstumsbörsen“.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass zu seinen Hobbys die Lektüre von Sachbüchern zur Wirtschaftsgeschichte gehört – neben Motorradfahren und ­Kochen für die „Großfamilie“.

­Schlütz ist auf der einen Seite ein Großstädter mit Visionen und Ambitionen, gleichzeitig im Herzen aber der bodenständige „Dorfjunge“ geblieben, auf den man sich jederzeit verlassen könne. In einer Metropole wie Frankfurt müsse man sich behaupten können, so wie sich auch Nieheim im Kreisgebiet dem Wettbewerb mit anderen Kommunen stellen muss (Wohnbaugebiete, Firmenansiedlung, Bildungswesen etc.).

Jugend braucht Angebote

Schlütz kann auch loslassen – und spontan mit seinen Kindern eine Kanufahrt plus Zelten unternehmen. Auch wenn die freie Zeit derzeit knapp bemessen ist wegen der vielen Termine im Wahlkampf, so verliert Schlütz nicht das Wesentliche aus den Augen.

„Im Gespräch mit meiner Tochter und den Söhnen bekomme ich direkt Impulse und Anregungen, die mir sehr wichtig sind. So fehlt jungen Menschen in Nieheim zum Beispiel einfach ein lockerer Treffpunkt, wo man mit Freunden ein paar Stunden verbringen kann. Wer heute eine Disko oder Musikneipe besuchen will, der muss schon in Oberzentren ausweichen – wenn man vom Heimatort überhaupt zeitnah dorthin kommt“, bedauert Schlütz. Deswegen sei eine leistungsfähige Infrastruktur und damit auch der „Öffentliche Personennahverkehr“ (ÖPNV) so wichtig. Und das gilt ebenso für die ältere Generation, die sich oft abgehängt fühle. „Sie gehören doch genauso zur großen Familie, also der Gemeinde Nieheim, wie die Jüngsten und die mittlere Generation!“

Für Schlütz steht fest: „Man braucht das Rad nicht immer neu erfinden – aber bitte in Bewegung halten.“ Das fängt schon bei kleinen Dingen an: „In der Kernstadt wird viel investiert. Aber auf den Dörfern wird gerne vergessen, die Entwässerungsgräben frei zu machen, um bei Hochwasser gewappnet zu sein. Wenn solche Maßnahmen lange ausbleiben, hat das direkte Folgen. Ich bin für regelmäßige Sitzungen der Ortsausschüsse. Nachhalten bei Problemen – und direkt reagieren, nicht erst nach Jahren und mehrmaligen Aufforderungen. Das wäre ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit als verantwortlicher Verwaltungschef im Nieheimer Rathaus.“

Anke Schlütz (45) lobt ihren Mann als Familienvater, der ausgeglichen und stets ehrlich sei. Hat Johannes Schlütz auch eine Schwachstelle? „Ja, er hat zwei linke Hände!“ sagt sie und lacht.

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