„Half und Halb“: Internationales Quilt-Projekt in Nieheim zu sehen
Kleines Format stellt hohen Anspruch

Nieheim (WB). Die Gruppe der Farbquilter Nieheim lädt für Samstag und Sonntag, 7. und 8. März, von 11 bis 18 Uhr zu einer ungewöhnlichen Ausstellung ins Heimat-Werkerhaus, Lüttge Straße, in Nieheim ein.

Dienstag, 03.03.2020, 09:33 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:00 Uhr
Zollen den internationalen Quilt-Arbeiten große Anerkennung – die Nieheimer Farbquilter (von links): Birgit Meier, Ulrike Hoyer, Silke Neese, Annemarie Düker, Regina Fröhling, Hanna Thull, Claudia Schrader und Sandra Koch. Foto: Bettina Schulz

Die englische Quilt-Gruppe „Gone to Pieces“ und die deutsche Gruppe „Lippetal-Quilter “ haben zusammen ein gemeinsames, kunstvolles Nähprojekt namens „Inspiration Half & Halb“ auf den Weg gebracht. Dabei wurde ein Foto aus der Natur in der Mitte zerteilt und an die Nähpartnerinnen beider Länder inklusive eines Stoffstückchens verschickt.

Die Quilterinnen setzten die Bildhälften in mühevoller Kleinarbeit und mit verschiedensten Patchworktechniken in Stoff um und fügten die 20 mal 60 Zentimeter großen Bildelemente wieder zum ursprünglichen Motiv zusammen. Diesen gelungenen Austausch, von großer Unterschiedlichkeit und gefühlvoller Übereinstimmung, können Besucher in 46 Bildmotiven erleben, von Führungen begleitet.

Internationales Quilt-Projekt in Nieheim

Die Nieheimer Farbquilter, die seit Schließung des Atelierhauses eine neue Wirkungsstätte in Räumlichkeiten am Richterplatz gefunden haben, sind sehr stolz darauf, dieses internationale Quilt-Projekt präsentieren zu dürfen. Die Wanderausstellung war vor einigen Wochen in Bielefeld zu sehen. Nach Nieheim gehen die Exponate wieder nach England zurück.

„Das ist echte Quilt-Kunst“, sagen sie und streichen fast ehrfurchtsvoll über die Arbeiten, die gerade aufgrund ihrer Größe einen hohen Anspruch an die Fertigkeiten der Quilterinnen stellen. Perlen, Spiegelstücke, Knöpfe und Spitze sind hier und da eingearbeitet: Nicht jede der Nieheimer Quilterinnen würde sich so etwas zutrauen. „Für uns ist es Orientierung und auch Inspiration, diese Quilts zu betrachten“, sagen sie übereinstimmend.

Zweimal im Monat quilten

Seit acht Jahren treffen sich die „Farbquilter“ mittlerweile – 17 Frauen, die sich über das Kunsthandwerk des Quiltens austauschen, weiterbilden oder es anderen Interessierten vermitteln. Es sind Frauen aller Altersgruppen, die jeden ersten Montag und jeden dritten Samstag des Monats von 14 Uhr an in den neuen Räumlichkeiten am Richterplatz zusammenkommen.

Neben der Freude und Entspannung beim kreativen Tun geht es den Quilterinnen auch darum, Teil einer aktiven Gemeinschaft zu sein und somit Freude, Anerkennung, Hilfestellung und Wertschätzung zu erfahren. Das Gefühl, sinnvoll tätig zu werden, bezieht sich dabei nicht nur auf die eigenen Kreationen.

Neben Kursangeboten für Kinder und Erwachsene beteiligen sich die Frauen am „Kulturrucksack“, bieten Nähprojekte für Kinder, Nähmaschinenschulungen und Kinderferienaktionen an.

Mit sehr viel Liebe zum Detail und einem hohen Grad an Quilt-Können sind die Arbeiten entstanden.

Mit sehr viel Liebe zum Detail und einem hohen Grad an Quilt-Können sind die Arbeiten entstanden.

Inkubatoren-Abdeckungen gefertigt

Auch besondere Hilfsaktionen für Krankenhäuser wurden durchgeführt, bei denen Quilt-Arbeiten eine sinnvolle Lösung darstellten: Inkubatoren-Abdeckungen, die früh geborene Kinder vor starker Lichteinstrahlung schützen, Herzkissen für an Krebs erkrankte Frauen. Oder sie organisieren und führen Ausstellungen durch und stellen eigene oder, wie in diesem Fall zugelieferte, Arbeiten aufwändig präsentiert der Öffentlichkeit vor.

Kulinarisch werden die Besucher der Ausstellung mit englischem Tee und deutschen Waffelplätzchen verwöhnt.

Förderung erhalten die Farbquilter für dieses kulturelle Projekt vom Land NRW über den Kreis Höxter.

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