Ermittlungen in Nieheim-Erwitzen: Kripo gibt Brandort wieder frei – Ursache bleibt ungeklärt
Das Feuer hat alle Beweise vernichtet

Nieheim-Erwitzen (WB). Der Schützenkönig wohnt gleich nebenan – und ist genauso geschockt wie die anderen Bewohner des beschaulichen Nieheimer Dorfes Erwitzen. Roland Drewes hat nicht nur mit seiner Ehefrau Andrea 2018 das Schützenvolk angeführt. Der engagierte Helfer der Löschgruppe Erwitzen gehörte am Donnerstagnachmittag auch zu denjenigen Einsatzkräften, die nach dem Großbrand in der Neujahrsnacht schon wieder im Einsatz gewesen sind.

Freitag, 03.01.2020, 07:20 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 09:26 Uhr
Am Donnerstagnachmittag (2. Januar) sind Einstätzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr in Nieheim-Erwitzen immer noch damit beschäftigt, neue Glutnester zu löschen. Der Sachschaden ist hoch. Foto: Harald Iding

„Es lodern immer noch Glutnester auf. Wir werden gleich einen Schaumteppich über die Reste des Stallgebäudes legen“, sagte Roland Drewes vor Ort dem WESTFALEN-BLATT, das sich am „Tag zwei“ nach der Katastrophe ein Bild vom Ausmaß der Schäden machte – und die sind nach ersten Schätzungen enorm.

Nach Brand in Erwitzen: Feuerwehr weiterhin im Einsatz

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Foto: Harald Iding
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  • Das Stallgebäude in Erwitzen brennt in der Silvesternacht lichterloh.

    Foto: Freiwillige Feuerwehr
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„Wir gehen von mindestens 200.000 Euro aus“, bestätigte Jörg Niggemann, Sprecher der Kreispolizeibehörde Höxter, auf Anfrage. Die Kriminalpolizei, die nach der ersten Brandbekämpfung für die weiteren Ermittlungen eingeschaltet worden ist, kam nach der Begehung am Donnerstag zu einem klaren Ergebnis. Niggemann: „Die eigentliche Brandursache für das Feuer kurz nach Mitternacht kann nicht mehr festgestellt werden. Die Brandstelle ist von uns auch wieder freigegeben worden.“

„Reichlich Feuerwerkskörper“ in der Silversternacht

Anhand des Schadensausmaßes ließe sich eine Ursache, so die Polizei, „eindeutig nicht mehr feststellen“. Das gewaltige Feuer habe alle Beweise oder Hinweise auf eine Ursache zerstört. Damit schließe die Polizei, die in einer ersten Mitteilung noch darüber informierte, dass in unmittelbarer Nähe des Stalls in der Silvesternacht „reichlich Feuerwerkskörper“ gezündet worden seien, auch die Ermittlungen durch die Kripo ab. Ein direkter Zusammenhang mit dem Silvesterfeuerwerk und dem Brand in der Scheune (etwa gegen 0.15 Uhr kam die Alarmierung durch Anwohner) könne aus Sicht der Kripo nach ihren Ermittlungen vor Ort nicht nachgewiesen werden.

Rinder sind in anderen Ställen untergebracht

Eine Kuh musste nach schweren Verletzungen durch eine Veterinärin eingeschläfert werden. Und was ist eigentlich mit den anderen Rindern passiert, die zunächst auf eine benachbarte Wiese gerettet werden konnten? Da gibt es eine gute Nachricht aus Erwitzen: Wie das WESTFALEN.BLATT von der betroffenen Familie (landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetrieb) erfuhr, hätten sich noch in der Brandnacht während der Löscharbeiten andere Landwirte gemeldet und sofort ihre Unterstützung angeboten. „Den 42 Rindern – darunter sind auch Kälber – geht es gut und sie werden aktuell in Betrieben in Erwitzen und Holzhausen versorgt“, so ein Familienmitglied.

Familie dankt allen Helfern und den Wehren

Man möchte gerne über die Heimatzeitung allen Helfern, Freunden und natürlich den etwa 140 Einsatzkräften der Wehren für ihre Unterstützung danken. Es sei beeindruckend, „wie so ein kleines Dorf zusammenhält und man Zuspruch in der Not erfährt.“ Um weitere Glutnester zu verhindern, wird nun erwägt, möglichst zeitnah die Brandruine abzureißen zu lassen.

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