Großeinsatz in Nieheim: Feuer vernichtet Scheune Rinder werden ins Freie gerettet

Nieheim-Erwitzen (WB). Das neue Jahr hat für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Nieheim mit einem Großeinsatz begonnen. Um 0.15 Uhr wurden die Wehrleute alarmiert, dass direkt am Gasthaus Nolte in Erwitzen ein landwirtschaftliches Gebäude, eine Scheune, in Brand steht. Entdeckt hatten diesen Brand aufmerksame Bürger, die den Dahlstuhl in Flammen sahen.

Von Reinhold Budde
Das Technische Hilfswerk hilt mit Radladern beim Aufräumen in Erwitzen.
Das Technische Hilfswerk hilt mit Radladern beim Aufräumen in Erwitzen. Foto: Reinhold Budde

Sofort rückten alle Feuerwehren Nieheims an, um im Ortskern von Erwitzen Schlimmeres zu verhindern und ein Übergreifen auf benachbarte Häuser und Gebäude zu vermeiden. Die Scheune, bestehend aus einem Stall und aus einem Strohlager unter dem Dach, beherbergte auch mehrere Dutzend Rinder, die bis auf ein Rind schnell auf naheliegende Weiden gebracht werden konnten. Ein Tier stürzte in der Panik und brach sich die Beine, so dass ein Tierarzt es einschläfern musste.

„Wir waren mit 140 Kameraden im Einsatz. Zusätzlich unterstützten uns Sonderfahrzeuge aus den Städten Brakel, Steinheim, Bad Driburg und Höxter. Auch Löschwasser wurde zusätzlich angefahren, um den Brand schneller löschen zu können“, sagte Einsatzleiter Ulrich Engelke, Wehrführer Nieheim. Auch eine Drehleiter unterstützte die Bekämpfung der Flammen, die sich auf dem gesamten Dachstuhl des aus mehreren aneinandergebauten Scheunengebäuden ausgeweitet hatten.

„Zu der Ursache des Brandes kann jetzt noch überhaupt keine Aussage gemacht werden, das wird die Polizei untersuchen“, sagte Engelke am Neujahrsmorgen um 10.30 Uhr, als eine zweite Schicht nach stundenlanger Löscharbeit die Kollegen ablöste und mit dem Nachlöschen begann. Denn einige Dachbalken, Stroh und Heuballen waren noch stark am glimmen, mussten gelöscht und aus der Scheune geschafft werden. Hierzu wurde das THW abgefordert, das mit schweren Gerät anrückte. Ein große und ein kleiner Radlader schafften die noch heißen und glimmenden Balken und Strohballen aus dem Gebäude und verluden sie ins sichere Freie.

Verbrannt ist auch ein landwirtschaftlicher Anhänger. Der gesamte Dachstuhl ist verbrannt. Ob das landwirtschaftliche Gebäude wieder aufgebaut werden kann, wird sich in Kürze zeigen, wenn genauere Untersuchungen gemacht worden sind. „Zu dem wirtschaftlichen Schaden lassen sich zu diesem Zeitpunkt keine Aussagen machen, da müssen wir abwarten“, sagte Wehrführer Ulrich Engelke.

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