Gelungener Auftakt von „Winter Voices“ in der Aula der Nieheimer Grundschule
Gemeinsames Singen berührt

Nieheim (WB/gw). Mittendrin statt nur dabei: Beim Mitsingkonzert waren die 200 Besucher nicht bloß zum Zuhören gekommen. Jeder von ihnen (ob fünf oder 85 Jahre alt) war aufgefordert, selbst die Stimmbänder klingen zu lassen und sich so gemeinsam auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen.

Freitag, 06.12.2019, 05:11 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 05:20 Uhr
Festivalleiterin Leonore von Falkenhausen (rechts) freut sich über den Zuspruch. Foto: Greta Wiedemeier

Das Konzert bildete den Auftakt der „Winter Voices“-Konzertreihe, die bis in den Februar hinein „schwungvolle Konzerte mit großartigen Künstlern“ verspricht (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Und auch etwas weniger Besucher gekommen waren wie zur Premiere im vergangenen Jahr – diejenigen, die da waren, sangen um so kräftiger mit. Die Stimmung in dem Saal war bestens.

„Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See…“, schallte es durch die Aula der Nieheimer Grundschule. Die frostigen Temperaturen vor der Tür ließen den Inhalt der Liedzeilen gar nicht mehr so fern erscheinen – dass es in Wahrheit nur Nebel und noch kein weißer Pulverschnee war, der sich auf die Straßen legte, störte hier keinen.

Geburtstagswunsch erfüllt

„Es war mein Geburtstagswunsch, dass wir alle hierherkommen“, erzählte Besucherin Monica Hoormann aus Brakel und zeigt sich zufrieden mit ihrer Entscheidung. Gemeinsam mit ihren Enkelinnen Nora und Merle hatte sie direkt in der ersten Reihe Platz genommen.

„Die Glöckchen haben wir den beiden extra an die Schuhe gebunden“, verriet sie und erklärte damit das Glockengeläut, dass im Laufe des Abends immer wieder deutlich zu vernehmen war und die weihnachtliche Grundstimmung noch verstärkte.

Der vielstimmige Chor konnte zwischen bekannten und weniger bekannten, schnellen und langsamen Melodien immer wieder einige Minuten verschnaufen, wenn Festivalleiterin Leonore von Falkenhausen mit ihren Sängerkollegen Mylène Kroon, einer niederländischen Mezzo-Sopranistin, und Bariton Georg Thauern auf die Bühne trat und sowohl Solos als auch festliche Terzette zum Besten gab.

An dem frisch restaurierten Bechstein-Flügel aus dem Weberhaus hatte Pianist Eckard Wiemann Platz genommen und untermalte den Gesang gekonnt.

Kindergarten-Kind und Rentner, Profi-Sänger und Gesangsmuffel, Nieheimer und Auswärtige – sie alle trafen hier aufeinander, spätestens als der Text von „O Tannenbaum“ an der Wand eingeblendet wurde, waren sie alle eine Gemeinschaft. Im weiteren Verlauf der Konzertreihe wird es noch einen Chansonabend mit Pariser Flair und ein Winterlieder-Konzert im Januar sowie eine musikalische Soiree auf den Spuren der Liebe im Februar geben.

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