Projekt: Erster Gemeinschaftsgarten in der Lehmkuhle Nieheim findet regen Zuspruch
»Buntes Land« für alle Generationen

Nieheim (WB/nf). »Eigentlich lieferten unsere Kinder die Initialzündung für den Gemeinschaftsgarten«, sagen Dorothea Ahlemeyer (38) und Annika Hoyer (33), als jetzt in Nieheim die Projektidee »Buntes Land« vorgestellt worden ist. Der große Zuspruch am Wochenende macht den Ideengebern Mut.

Dienstag, 05.02.2019, 11:49 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 11:52 Uhr

Die Initiative stammt von einem Kreis junger Eltern und naturverbundener Menschen, deren Ziel es ist, sich zu vernetzen und die Mitstreiter zu begeistern. Für das Projekt steht eine 1800 Quadratmeter große Gartenbrachfläche in der Nieheimer Lehmkuhle zur Verfügung. Die unmittelbare Einbindung in den Stadtpark und die Nähe zur Naturlandschaft bereichere das Naherholungsgebiet.

Der Eigentümer hat das idyllisch gelegene Fleckchen Garten der Initiative gerne zur Verfügung gestellt. »Ich bin begeistert, dass der ehemalige Nutzgarten meiner Eltern durch das generationenübergreifende Projekt in freier Natur mit möglichst vielen gemeinsamen Erlebnissen, aber auch für den Anbau von Gemüse und Früchten in Bio-Qualität sinnvoll verwendet werden kann«, freut sich Günter Otten.

Naturnah aufwachsen und Umweltbildung betreiben

Auf das Grundstück sind die Initiatoren bei Spaziergängen gestoßen. Und sie waren sofort begeistert. »Hier können Kinder naturnah aufwachsen und Umweltbildung betreiben«, so Grundschullehrerin Dorothea Ahlemeyer, die sich derzeit in Elternzeit befindet.

Kurzzeitig war sogar an einen »Waldkindergarten« gedacht worden, der wegen zu geringer Nachfrage aber wieder verworfen werden musste. Unter dem Motto »Das Bunte Land« könnten ab sofort viele Aktionen und Projekte in der Natur rund um einen Gemeinschaftsgarten entstehen. »Das Projekt versteht sich als generationenübergreifend und partizipatorisch«, bestätigt Roland Florin vom Verein »komm.aktiv«, dem Träger des Projektes. »Es passt gut zu unseren Zielen.« Es gibt deshalb kein vorgegebenes Konzept. »Hier soll sich etwas frei entwickeln«, hofft Florin.

Was geerntet wird, soll auch gekocht werden

Die Initiative freue sich über das Angebot des Vereins, die vorhandene bestehende Infrastruktur von »komm.aktiv« nutzen zu dürfen – das sei wichtig auch beim Einwerben von Fördermitteln. Ihr Appell: Alle Interessierten, egal ob Einzelpersonen, Vereine, Jung und Alt, sind ab sofort aufgefordert, ihre Ideen und Wünsche einzubringen und das Gemeinschaftsprojekt zu gestalten und mitzuentwickeln. Ein Teil des Gartens ist für Anbau vorgesehen.

Was geerntet wird, soll auch gemeinsam gekocht werden. Das Grundstück erfordere aber auch noch viel Pflege. »Dafür müssen die Ärmel hochgekrempelt werden, denn es müssen Bäume gefällt und ein Zaun errichtet werden.« Am Samstag, 16. Februar, ist daher ab 10 Uhr zu einer ersten großen Werkel- und Aufräumaktion aufgerufen. Am Freitag, 8. März, findet dann ein Workshop zur konkreten Gartenplanung statt.

Regelmäßige Treffen geplant

Wenn es wärmer wird, will sich jeden Dienstagnachmittag eine Spielgruppe regelmäßig treffen. Kontaktaufnahme über Annika Hoyer (Handy: 0159/08184930 oder Dorothea Ahlemeyer, 0152/26818183).

Schon der Auftakt am vergangenen Wochenende hat großen Mut gemacht, denn es waren viele Nieheimer gekommen, um sich zu informieren. »Wir freuen uns darauf, kreativ tätig werden zu können«, sind die 14-jährige Sonja und der 16-jährige Lukas von der Projektidee begeistert. An einem Wunschbaum waren bereits konkrete Ziele wie der Anbau von Kürbissen und Bohnen, ein Baumhaus, Hängematten, ein künstlicher Teich oder am Feuer kochen aufgehängt.

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