Bonuspunkte bis Jahresende einlösen – Geschäftsleute arbeiten an neuer Version Alte »Nieheim Card« läuft aus

Nieheim (WB). Der Nieheimer hat sie im Portemonnaie, ohne sie geht er nicht einkaufen: Die »Nieheim Card« hatte gut 20 Jahre ihre Berechtigung, sie war beliebt und kam regelmäßig zu Einsatz. Jetzt ist aber die Zeit der Bonus-Karte vorbei. Bis zum 31. Dezember sollten alle Karteninhaber die Punkte eingelöst haben.

Von Bettina Schulz
Gerd Stamm und Christine Reineke trennen sich von der »Nieheimer Card«.
Gerd Stamm und Christine Reineke trennen sich von der »Nieheimer Card«. Foto: Schulz

Mit einem lachenden und weinenden Auge blicken die drei verbliebenen Geschäfte der »Nieheim Card« auf das Ende dieses besonderen »Kundenbindungsinstrumentes«. Das Modehaus Stamm, das Schuhhaus Reineke und Medien- und Haustechnik Kruschel gehörten mit zu den ersten Geschäften der Card – und sind nun auch die letzten, die den Ausklang begleiten. »In den besten Jahren hielten acht Geschäfte die Karte vor«, erinnert sich Gerd Stamm, »die vergangenen Jahre waren aber stark von Fluktuationen, auch durch Geschäftsaufgaben, gekennzeichnet.«  Mehr als 3000 Karten sind derzeit noch im Umlauf, in jedem Jahr wurden insgesamt bis zu 20 000 Euro an Bonuspunkten ausgeschüttet. Der erzielte Geldwert konnte dann in Form des Nieheimer Gutscheins in den Geschäften umgesetzt werden. Ein erfolgreiches und beliebtes Konzept, das 2017 auch an seine technischen Grenzen stößt. »Die Einstellung der Karte hat hauptsächlich technische Gründe«, so Christine Reineke, »neue und interessierte Geschäftskunden konnten auf dieses System nicht mehr aufspringen.«

Deshalb gehe die spezielle »Card« am 31. Dezember in Rente. Bis dahin sollten alle Karteninhaber ihre Guthaben in Gutscheine umgewandelt haben. »Denn im Januar sind die Karten aus technischen Gründen nicht mehr einlesbar«, erklärt Stamm. So ganz ohne Karte geht es in Nieheim aber nicht. Gerd Stamm: »Die Nieheim Card hatte einen super Ruf und einen hohen Erkennungswert. Das muss bleiben.« Derzeit arbeitet eine Gruppe von Geschäftsleuten an einem Konzept für die »Neue«.

Was bleibt, soviel durfte schon verraten werden, wird wohl der bewährte Name sein, und auch an der Optik werde sich nicht viel ändern. Ansonsten »kann« die neue Karte wesentlich mehr als die alte. Das heißt für die deutlich größere Gruppe an teilnehmenden Geschäftspartnern: Es ergeben sich wesentlich mehr Möglichkeiten im Einsatz der Karte. »An den Feinheiten wird noch gearbeitet«, sagt Gerd Stamm, »weitere Geschäftspartner müssen gewonnen werden«. Eine Einführung der neuen Karte vor Ostern 2018 halten sie aber für machbar.

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