Landwirt aus Nieheim muss 1050 Euro zahlen Emmer-Verschmutzung: Landwirt zu Geldstrafe verurteilt

Nieheim/Paderborn (WB/dp). Der Umweltskandal in der Emmer bei Oeynhausen in Nieheim (Kreis Höxter) hat am Montag ein erstes Nachspiel vor dem Amtsgericht Paderborn gehabt: Wegen Gewässerverunreinigung muss ein Landwirt aus Nieheim 1050 Euro Geldstrafe zahlen.

Der 54-jährige Landwirt hat sich gestern vor Gericht verantworten müssen. Hier mit seinem Verteidiger
Der 54-jährige Landwirt hat sich gestern vor Gericht verantworten müssen. Hier mit seinem Verteidiger Foto: Dennis Pape

Der 54-Jährige gestand, von seinem Hof aus Silage-Sickerwasser in ein namensloses Nebengewässer der Emmer geleitet zu haben. Die Schadstoffe gelangten auf diesem Weg schließlich in den Fluss, der auf 1,5 Kilometern Länge praktisch tot ist.

Der Landwirt gab an, aus wirtschaftlichen Gründen keine baulichen Maßnahmen für eine saubere Abwasserbeseitigung ergriffen zu haben. Er ist unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vorbestraft.

Wegen des Umweltfrevels in der Emmer müssen sich noch zwei weitere Landwirte aus Nieheim vor Gericht verantworten. Die nächste Verhandlung ist für den 30. August vorgesehen.

Wie mehrfach berichtet, waren einem Filmteam bei Unterwasserdreharbeiten auf 1,3 Kilometern Länge zwischen Oeynhausen und Nieheim ein toter Flussteil aufgefallen. In der Emmer und einigen Gewässerzuläufen sind daraufhin alles Leben erstickende Abwasserpilze entdeckt worden.

Kommentare

Unglaublich

Vorbestraft....mit Vorsatz gehandelt... Umwelt tot... 1050€ Strafe... Da iwird eder illegaler Download härter bestraft. Wer zahlt die Kosten der Renaturierung?

1 Kommentare

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