Nach Abriss des Ratskruges: Jury prämiert Entwürfe von angehenden Architekten Neubau mit Tor und Giebel denkbar

Nieheim (WB/nf). Der durch die Brandkatastrophe im Februar völlig zerstörte Ratskrug in Nieheim ist seinem Wiederaufbau einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Im Nieheimer Rathaus sind jetzt die besten Entwürfe von angehenden Architekten ausgezeichnet worden.

Den Architekturwettbewerb in Nieheim hat Tobias Brehm (rechts mit seinem Modell) gewonnen (von links): Architekt Rainer Krekeler, Eigentümer Helge Niehörster  und Professor Oliver Hall (Juryvorsitzender).
Den Architekturwettbewerb in Nieheim hat Tobias Brehm (rechts mit seinem Modell) gewonnen (von links): Architekt Rainer Krekeler, Eigentümer Helge Niehörster und Professor Oliver Hall (Juryvorsitzender). Foto: Heinz Wilfert

»Der Brand war eine Katastrophe, aber es soll und muss weitergehen,«, sagte Helge Niehörster dem WESTFALEN-BLATT. Der Wettbewerb von Studierenden der Fachhochschule Detmold im Masterstudiengang sollte dazu dienen, unbelastete Neuerstellungskonzepte zu erhalten, um einen Wiederaufbau gut vorbereitet in die Wege zu leiten. Die zwölf Studenten haben eine umfangreiche Planung inklusive Planzeichnungen und Modell abgegeben.

Die Modelle konnten in ein von der Hochschule maßstabsgetreues »Massenmodell« der Innenstadt Nieheim eingesetzt werden. »Es kamen super spannende Ergebnisse heraus«, waren Helge Niehörster und der mit der Realisierung beauftragte Architekt Rainer Krekeler (Steinheim) sehr zufrieden.

Auch das Landesdenkmalamt war bereits involviert. Der Ratskrug sei zwar abgerissen, der Neubau müsse aber das angrenzende historische Rathaus in die Planungen einbeziehen. Auch der Projektbetreuer Professor Michel Melenhorst von der FH Detmold lobte die Qualität der studentischen Arbeiten.

So sieht der preisgekrönte Entwurf für den Neubau des Ratskruges aus. Foto: Heinz Wilfert (Repro)

Den 1. Preis (1000 Euro) in dem anonymisierten Verfahren gewann Tobias Brehm. Sein Entwurf zeichnete sich dadurch aus, dass der geplante Bau das identische Volumen des Vorgängerbaus aufweist und die Fluchtlinie des Vorgängerbaus aufgreift. Weitere Elemente wie mittiges Tor, im Material abgesetzter Giebel und östliche Abschleppung sind als Reminiszenzen aus dem Vorgängerbau entlehnt und frei weiterentwickelt.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 29. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Höxter.

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