Schriftliches Urteil soll im Detail geprüft werden
Tote Seniorin in Kollerbeck: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Marienmünster-Kollerbeck -

Im Fall der 79-Jährigen, die in Kollerbeck in der eigenen Badewanne ertrunken ist, könnte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Ihr Sohn ist vom Landgericht Paderborn am vergangenen Mittwoch zwar zu zwei Jahren auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden – doch die Staatsanwaltschaft hat jetzt Revision eingelegt.

Montag, 01.03.2021, 17:22 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 17:26 Uhr
In diesem Haus in Kollerbeck ist die 79-Jährige in der Badewanne ertrunken. Foto: Dennis Pape

Wie mehrfach berichtet, war der 54 Jahre alte Mann aus Kollerbeck vor dem Landgericht Paderborn angeklagt, seine demente Mutter in der Badewanne ­alleine gelassen zu haben, damit sie untergehen und ertrinken sollte. Tatsächlich starb sie an jenem 11. August in der Badewanne.

Für das Gericht gab es jedoch Zweifel an einer Tötungsabsicht. Die Richter konnten nicht zweifelsfrei feststellen, was am Todestag passiert war – und entschieden auf zwei Jahre auf Bewährung, nachdem die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft wegen bedingtem Vorsatz gefordert hatte. Oberstaatsanwalt Ralf Meyer bestätigte jetzt dem WB, dass er fristgerecht Revision eingelegt hat, weil er die Urteilsgründe im Detail überprüfen will. Sobald das schriftliche Urteil vorliegt will er entscheiden, ob er die Revision zurückzieht oder nicht. Bleibt es bei der Revision, muss der Bundesgerichtshof das Urteil überprüfen.

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