Impfstart im Albert-Schweitzer-Haus in Vörden
Im Einbahnstraßen-System

Marienmünster-Vörden -

Pünktlich traf die erste Lieferung des neuen Corona-Impfstoffes in der Berliner Straße 16 in Vörden ein. Pflegedienstleitung Nina Boleininger nahm erwartungsvoll den wertvollen Impfstoff entgegen, um das Paket direkt in die Kühlung zu stellen. Dort lagern die Fläschchen und müssen binnen drei bis fünf Tagen verbraucht werden.

Donnerstag, 07.01.2021, 05:44 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 06:24 Uhr
Das Impfteam mit Dr. med. Michael Stoltz sowie Alexandra Pfeifer (rechts) und Nina Henkel. Hausleiterin Andrea Marx überreichte ihnen je einen Blumenstrauß als Dankeschön für die tolle Unterstützung. Foto: Johanneswerk

Freiwillig ließen sich insgesamt 60 Bewohnerinnen und Bewohner und 64 Mitarbeitende des Albert-Schweitzer-Hauses impfen. Das Interesse unter den Bewohnern, schon altersbedingt zur Risikogruppe zählend, war groß. Die jüngeren Mitarbeiter zeigten sich zurückhaltender und abwartend. Im „Einbahnstraßen-System“ organisierte Impfarzt Michael Stoltz mit seiner medizinischen Fachangestellten Tanja Hummel und Pflegefachkraft Nina Henkel den aufwendigen Prozess, um die Abstände zu wahren und Kontakte zu reduzieren. Tatkräftig unterstützte Wohnbereichsleitung Alexandra Pfeifer das Impfteam. Sie verantwortete die Dokumentation der geimpften Personen.

Der engagierte Mediziner Stoltz stellte im kurzen Gespräch fest, ob eine Impfung überhaupt möglich ist – denn wer sich krank fühlt oder Fieber hat, der kann nicht geimpft werden, weil die Immunisierung eine zusätzliche Belastung für den Körper darstellt. Das Impfen selbst ist dann ein ziemlich banaler Vorgang: Stich in den Deltamuskel des Oberarms. Injektion, Wattepad, Pflaster. Fertig. Nichts anderes als bei einer Grippe- oder Reiseimpfung.

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes gilt es, zuallererst die durch das Virus besonders stark gefährdeten Menschen zu schützen und diesen ein Impfangebot zu ermöglichen. So ist es auch in der Impfverordnung des Bundes vorgesehen. In drei Wochen muss die zweite Impfung erfolgen, damit das Mittel wirken kann.

„Die Möglichkeit einer Impfung ist ein kleiner Pieks für den Einzelnen, aber für alle ein großer Schritt in Richtung Normalität“, resümierte Hausleiterin Andrea Marx die einmalige Impfaktion. „Unsere Mitarbeiter haben im Jahr 2020 wirklich großartige Arbeit geleistet und sind über sich hinausgewachsen. Die Impfung gibt uns allen die Hoffnung auf ein besseres Jahr 2021.“

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