Stadt Marienmünster vergibt Klimaschutzpreis an Nistkasten-Initiative sowie Fischerei- und Angelsportverein
Engagement für die Natur wird belohnt

Marienmünster -

Die Nistkasten-Initiative Kollerbeck sowie der Fischerei- und Angelsportverein Marienmünster setzen sich aktiv für die Umwelt ein – dafür sind sie jetzt von der Stadt sowie vom Unternehmen Westenergie mit dem Marienmünsteraner Klimaschutzpreis 2020 ausgezeichnet worden.

Montag, 30.11.2020, 05:39 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 07:48 Uhr
Auszeichnung bei der Stadt Marienmünster (von links): Bürgermeister Josef Suermann, Torsten Müller (Fischerei- und Angelsportverein), Maria Kemker (Westenergie), Philipp Sonst (Fischerei- und Angelsportverein) sowie Johannes Struck und Burkhard Meyer (beide von der Nistkasten-Initiative aus Kollerbeck) Foto: Dennis Pape

Die Nistkasten-Initiative Kollerbeck hat in den vergangenen Jahren in der Ortschaft Kollerbeck und im näheren Umfeld 300 Nistkästen für Vögel aufgehängt. Die Ehrenamtlichen haben die Kästen eigenständig gebaut und schauen nach wie vor immer wieder nach dem Rechten. Damit sich die Vögel sicher und gut aufgehoben fühlen, reinigen die Freiwilligen die Nistkästen außerdem regelmäßig. Nach Aussage der Initiative werden die Vogelunterschlüpfe rege genutzt. „Für dieses besondere Engagement zeichnen wir die Nistkästen-Initiative Kollerbeck mit dem ersten Platz beim Klimaschutzpreis und einem Preisgeld in Höhe von 600 Euro aus“, sagte Westenergie-Kommunalbetreuerin Maria Kemker bei einer Feierstunde im kleinen Rahmen im Rathaus.

Die Mitglieder des Fischerei- und Angelsportvereins wiederum setzen sich für den Artenschutz im Stadtgebiet ein. Da das Aussterben einiger Insektenarten auch mit fehlenden Lebensräumen zusammenhänge, haben die Vereinsmitglieder an der Angelhütte am Stausee in Vörden eine weitläufige Blumenwiese angelegt, in der sich Insekten besonders wohl fühlen. „Mit dem Einsatz zum Schutz der Artenvielfalt belegt der Fischerei- und Angelsportverein beim diesjährigen Klimaschutzpreis den zweiten Platz und darf sich über ein Preisgeld von 400 Euro freuen“, so Maria Kemker, die darüber hinaus betonte: „Die eingereichten Projekte zeigen uns einmal mehr, wie wichtig den Menschen in Marienmünster der Artenschutz und der behutsame Umgang mit Umwelt und Natur sind. Uns ist es ein besonderes Anliegen, dieses Engagement mit dem Klimaschutzpreis zu belohnen und mit den Preisgeldern auch in Zukunft zu fördern.“

22. Preisvergabe

Bürgermeister Josef Suermann wies darauf hin, dass der Klimaschutzpreis in Marienmünster bereits zum 22. Mal vergeben wurde. „Das zeigt, dass man sich vor mehr als 20 Jahren schon Gedanken machte, wie man den Klimaschutz in die breite Gesellschaft tragen kann – weil Klimaschutz nicht beim Bund, beim Land und den Kommunen sowie den großen Industriebetrieben aufhört, sondern jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen kann.“

Der Gedanke des Klimaschutzes habe in den vergangenen Jahren durch die Diskussionen um die Klimaveränderungen, das Waldsterben, das Insektensterben und die trockenen Sommer einen stets höheren Stellenwert erhalten, so Suermann: „Ich gehe davon aus, dass uns der Klimawandel, wenn wir demnächst hoffentlich die Corona-Pandemie in den Griff bekommen haben, viel stärker als bisher in Anspruch nehmen wird. Der Klimaschutzpreis hat damit in den vergangenen Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen.“

Laut Suermann hat es in Marienmünster bereits etwa 60 Preisträger und Preisgelder in Höhe von 22.000 Euro gegeben. „Ich finde, das sind schon beachtliche Zahlen, die für sich sprechen. Auch die diesjährigen Siegerprojekte dienen dem Natur- sowie Klimaschutz und sind absolut lobenswert.“

Kriterien

Für die Bewertung lege die Stadt jährlich eine einheitliche Bewertungsmatrix zugrunde. Ein Kriterium dabei sei der mit dem Projekt verbundene Zeitaufwand, ein anderes die Anzahl der beteiligten Personen. „Beide Kriterien gehen zu Gunsten der Nistkasten-Initiative Kollerbeck, die über 300 Kästen selber gebaut und aufgehängt hat und diese nun regelmäßig betreut sowie reinigt. Eine hervorragende Initiative, die mit der Preisvergabe nun auch die gebotene öffentliche Anerkennung erhält.“

Suermann weiter: „Der Fischerei- und Angelsportverein hat in diesem Jahr beim Freizeitsee eine Blumenwiese angelegt. Hierüber haben sich nicht nur unsere Feriengäste und alle, die dort spazieren gehen, gefreut, sondern insbesondere die Bienen und Insekten. Also gebührt auch den Initiatoren und Machern im Fischerei- und Angelsportverein großes Lob für das gelungene Projekt.“

Weitere Projekte

Burkhard Meyer und Johannes Struck von der Nistkasten-Initiative Kollerbeck nahmen des Preis stellvertretend für alle Aktiven entgegen. „Diese Auszeichnung motiviert uns noch einmal mehr. Wir würden in Zukunft auch gerne noch Blühwiesen anlegen“, sagte Struck. Thorsten Müller sowie Philipp Sonst vom Fischerei- und Angelsportverein möchten ebenfalls weitere Wiesen anlegen und zudem für Artenvielfalt in heimischen Gewässern sorgen.

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