Allgemeiner Vertreter geht in Marienmünster als unabhängiger Kandidat ins Rennen
Josef Suermann will Bürgermeister werden

Marienmünster (WB). Josef Suermann, aktuell allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Marienmünster. Damit gibt es in Marienmünster mittlerweile drei Bewerber um die Nachfolge von Robert Klocke.

Dienstag, 09.06.2020, 12:38 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 15:36 Uhr
Josef Suermann tritt bei der Wahl am 13. September an. Foto: privat

Entscheidung am Montagabend

„Die Entscheidung ist sehr lange in mir gereift – und erst gestern Abend endgültig getroffen worden“, sagte der 57-Jährige am Dienstagvormittag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT: „Maßgebend waren die zahlreichen Anfragen und mutmachenden Worte aus vielen Richtungen. Jetzt gehe ich mit viel Vorfreude und Elan in den anstehenden Wahlkampf.“

Seit 1992 in Marienmünster

Suermann ist eigentlich Höxteraner – darf sich angesichts seiner fast 29-jährigen Laufbahn bei der Stadt Marienmünster aber durchaus als „waschechter Marienmünsteraner“ bezeichnen. Bereits im Jahr 1992 trat der mit Abstand dienstälteste Mitarbeiter der Verwaltung die Stelle als Kämmerer in Marienmünster an, Anfang 1998 wurde er stellvertretender Stadtdirektor und seit 1999 ist er allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Suermann ist unter anderem Leiter von Haupt-, Personal- und Schulamt – und hat in dieser Position die Entwicklung der modernen Grundschule Marienmünster mitgeprägt.

Andere Angebote abgelehnt

„Ich bin seit 23 Jahren Stellvertreter, jetzt ist es an der Zeit, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen“, betonte der Familienvater von zwei erwachsenen Kindern, der Mountainbikefahren, Gitarrespielen und Fotografieren zu seinen Hobbys zählt. Er arbeite gerne in der Stadtverwaltung Marienmünster: „Ich hatte durchaus Angebote aus anderen Städten – doch mir gefällt es in dieser verhältnismäßig kleinen Einheit sehr gut. Mit unserem starken Team können wir so sehr effektiv arbeiten“, sagte er.

Mitbewerber in der Verwaltung

In dieser Verwaltung arbeitet mit dem Kämmerer Kai Schöttler ein weiterer Bürgermeisterkandidat (CDU). Ein Problem? „Nein“, sagt Suermann, „wir werden auch weiterhin gut zusammenarbeiten. Wir haben uns gegenseitig versprochen, dass wir einen fairen Wahlkampf führen wollen.“ Zu seinen Themen und Schwerpunkten möchte sich Suermann zu einem späteren Zeitpunkt äußern, da die Entscheidung erst am Montagabend gefallen sei. Als dritte Kandidatin um das Bürgermeisteramt geht Sybille Mocker-Schmidt (SPD) ins Rennen.

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