Regelung gilt für Vereine aus Marienmünster – Auswärtige sollen zahlen müssen
Keine Gebühren für die Sporthallen

Marienmünster (WB/nf). Eine hitzige Debatte hat sich der Rat Marienmünster um Nutzungsvereinbarungen zwischen den Vereinen und der Stadt geliefert. Sowohl die CDU wie die UWG hatten ähnlich lautende Anträge gestellt.

Dienstag, 05.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 13:50 Uhr
Die Sporthallennutzung soll für Vereine aus Marienmünster auch weiterhin kostenfrei bleiben. Wer von auswärts in die Hallen will, soll aber bezahlen müssen. Foto: Jürgen Drüke/Archiv

Darin ging es um eine Nutzungsvereinbarung für die Bewirtschaftung der Sportanlagen zwischen Vereinen und Stadt sowie die konkrete Planung für konkrete Projekte im Rahmen des Sportstättenprogramms „Moderne Sportstätte“.

Die Nutzungsverträge seien nicht so ganz ohne, weil man damit die Vereine keinesfalls überfordern dürfe, hatte Bürgermeister Robert Klocke die Problematik deutlich gemacht. Auch Thorsten Schiller, der Geschäftsführer des Kreissportbundes, habe zu bedenken gegeben, dass dadurch Mehrbelastungen auf die Vereine wie Reparaturen oder Versicherungsbeiträge zukämen. Die Vereinbarung müsse deshalb eine Win-Win-Situation herstellen, ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten.

CDU befürchtet Bürokratiemonster

Auch die zehnjährige Laufzeit bereite Kopfschmerzen. Der Bürgermeister sagte den Fraktionen zu, eine Mustervereinbarung kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Die Politik müsse dann beraten, welche Angebote den Vereinen im Gegenzug zu ihrer Übernahme von Verantwortung gemacht werden könnten.

Joseph Büker (CDU) erklärte, dass mit den Nutzungsverträgen kein Bürokratiemonster verbunden sein dürfte. Josef Wolff (UWG) regte die Unterstützung der Vereine bei der Umsetzung ihrer Projekte an. Auf Stadtebene stehen den Vereinen beim Sportstättenprogramm (es läuft bis 2022) 300.000 Euro zur Verfügung, die als Fördermittel abgerufen werden können.

Antragsberechtigt sei aber nicht die Kommune, sondern einzig die Vereine. Der Abschluss von Nutzungsvereinbarungen sei für die Gewährung von Zuschüssen die Voraussetzung. Schiller zum Verfahren: „Über die Vergabe der Mittel entscheidet alleine der Kreissportbund.“

Gebühren werden nicht erhoben

Einigkeit zwischen allen Fraktionen des Rates herrschte darüber, dass von Vereinen aus dem Stadtgebiet, die städtische Sporthallen nutzen, auch künftig keine Gebühren erhoben werden. Vereine aus dem Stadtgebiet sollen auch bei Gewinnen wie aus dem Verkauf von Getränken keine Gebühren entrichten müssen. Solche Einnahmen kämen den Vereinen auf andere Weise sofort wieder zugute.

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hatte die Empfehlung ausgesprochen, Vereine durch die Erhebung von Nutzungsgebühren an den Aufwendungen zu beteiligen. Die Stadt habe damit auch die Möglichkeit, Nutzungszeiten optimaler zu verteilen.

Dieser Empfehlung schloss sich der Rat nicht an, der die Verwaltung beauftragte, eine angepasste Gebührenordnung zu erarbeiten, die die Gebührenbefreiung für Vereine aus dem Stadtgebiet beinhaltet, Auswärtige aber zur Kasse bittet.

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