Theatergruppe aus Marienmünster-Bredenborn präsentiert neues Stück „Eine Leiche im Schrank“
Lachsalven und Beifallsstürme

Bredenborn (WB/nf). Das hat sich der Fotograf Johann Bloedt (gespielt von Marcel Dreier) ganz anders vorgestellt. Statt eines Schäferstündchens mit seiner Geliebten Nicola (Ramona Schmolinski) poltert plötzlich deren eifersüchtiger Ehemann Siggi (Harry Lücke) an die Tür. Und als dann noch eine „Leiche“ auftaucht, ist das Durcheinander in der Kriminalkomödie der Theatergruppe Bredenborn „Eine Leiche im Schrank“ komplett.

Montag, 09.03.2020, 03:05 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 05:02 Uhr
Ende gut, alles gut! Beim „Happy End“ zum Schluss der Kriminalkomödie werden die Darsteller für ihren tollen Auftritt frenetisch gefeiert (von links): Kai Bickmann, Ra-mona Schmolisnki, Harry Lücke, Thomas Masolle und Kommissarin Marita Hengs-bach – und auf der Couch der „Fotograf“ Marcel Dreier. Foto: Heinz Wilfert

„Vorhang auf“ hieß es am Wochenende, als die Zuschauer in der ausverkauften Schützenhalle bei der Premiere des Theaterstücks mit der Titelmusik aus der Krimiserie Tatort und „Je t’aime“ stimmungsvoll zur Kriminalkomödie begrüßt wurden, die in drei ebenso spannenden, unterhaltsamen und witzigen Akten schöne Frauen, skurrile Typen und knisternde Erotik versprach – vor allem aber viel Spaß und Aktion.

Frauenversteher Johann, der nichts anbrennen lässt, muss sich nämlich etwas einfallen lassen, um die Anwesenheit seiner Geliebten Nicola zu erklären.

Er gibt einfach Nachbarin Simone Lehmann (Pia Brinkmann) als seine Ehefrau aus, was die Verwicklungen aber nur kompliziert, weil deren Ehemann Axel (Kai Bickmann) unerwartet nach Hause kommt. Der Fotograf verstrickt sich in ständig neue Ausreden.

Knisternde Erotik

In dieses „Durcheinander“ platzt auch noch das ältere Ehepaar Halt ins Atelier, klasse dargestellt von Karen Leyhe und Matthias Bickmann, der sich als kleiner Schwerenöter entpuppt. Das Paar möchte sich eigentlich fotografieren lassen, stiftet aber nur Verwirrung. Anna Halt kombiniert: „Wenn sich herausstellt, dass das Fotoatelier ein Sündenpfuhl ist, räume ich auf!“ Die Verwicklungen nehmen noch zu, als der Einbrecher Arno Pakult (Thomas Masolle) in die Wohnung einsteigt und plötzlich als vermeintliche Leiche im Schrank landet. Jeder versteht die Situation anders und interpretiert sie auf seine Weise. Das Durcheinander ist perfekt und die Spieler laufen zu Höchstform auf. Für die Situationskomik und die Wortakrobatik ernten sie immer wieder Lachsalven und Beifallsstürme aus dem Publikum.

Gelungene Theaterpremiere in Bredenborn

1/32
  • Gelungene Theaterpremiere in Bredenborn
Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert

Fotograf Johann wird schließlich sogar als Mörder verdächtigt, ist mit seinen Nerven völlig am Ende und möchte sein Studio schon in ein Beerdigungsinstitut umwandeln. Bei allem Tumult hat er aber vergessen, dass er die Polizei benachrichtigt hatte, die in Gestalt der Kommissarin Gloria Heimann (Marita Hengsbach) inkognito längst im Haus ist. Als noch eine zweite Leiche im Schrank liegt, ist das Chaos fast perfekt. Natürlich wartet am Schluss auf der Bühne ein schönes „Happy End“.

Weitere Aufführungen folgen

Wer diesen Theaterspaß erleben möchte, hat dazu in Bredenborn bei drei weiteren Vorstellungen Gelegenheit: Samstag, 14. März, 19.30 Uhr: Sonntag 15. März, 16 Uhr; Samstag, 21. März, 19 Uhr (mit anschließender After-Show-Party). Theater gespielt wird in Bredenborn übrigens schon seit 2003. Jedes Jahr bringt die Gruppe ein lustiges Stück auf die Bühne. Besonderen Wert legt die Theatergruppe auf das Bühnenbild, das auch bei der aktuellen Inszenierung hervorragend gelungen war. Zum Erfolg beigetragen haben neben der Regie wieder viele Akteure: Regie Friedrich Ernst, die Technik mit Manfred Märtens sowie die Souffleusen Viktoria Gerninghaus und Martina Märtens bis zur Maske Steffi Tölle. Wie eng Freud und Leid im Leben zusammenliegen, machte Regisseur Friedrich Ernst deutlich, als er an die 2019 viel zu früh verstorbene Darstellerin Birgit Altmiks und an ihre unvergessenen Auftritte erinnerte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7317689?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851045%2F
Hünemeier schnürt den Doppelpack
Doppeltorschütze Uwe Hünemeier (Mitte) jubelt mit Dennis Srbeny über seinen Führungstreffer zum 1:0. Später erzielt er auch noch das 3:1. Foto: Wilfried Hiegemann
Nachrichten-Ticker