Kämmerer der Stadt Marienmünster soll für CDU ins Rennen gehen Kai Schöttler will Bürgermeister werden

Marienmünster (WB). Kai Schöttler (31) aus Altenbergen will Bürgermeister in Marienmünster werden. Der Kämmerer ist jetzt bei einer Vorstandssitzung des CDU-Stadtverbandes Marienmünster mit großer Mehrheit als Kandidat der Christdemokraten für die Kommunalwahl am 13. September nominiert worden. „Ich will ein Bürgermeister aus Marienmünster für Marienmünster sein“, sagte er auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES.

Von Dennis Pape
Der CDU-Vorstand setzt auf Kai Schöttler.
Der CDU-Vorstand setzt auf Kai Schöttler. Foto: privat

Endgültige Entscheidung trifft die Stadtverbandsversammlung

Die endgültige Entscheidung über die Kandidatur für das Bürgermeisteramt und die Kandidaten für die Wahlbezirke der Stadt Marienmünster trifft die CDU-Stadtverbandsversammlung am Donnerstag, 2. April. Kai Schöttler, der seit Oktober 2019 Kämmerer der Stadt Marienmünster ist, bringt laut CDU aus seiner Tätigkeit beim Finanzamt Detmold langjährige Verwaltungserfahrung mit. Er ist geprüfter Diplom Finanzwirt und war in der Finanzverwaltung NRW zuletzt für den Bereich Betriebsprüfung und zuvor für die Land- und Forstwirtschaft beim Finanzamt Detmold zuständig. In seiner Funktion als Kämmerer wird er Ende Februar dem Rat den Haushaltsplan 2020 für die Stadt Marienmünster vorlegen. „So lange ich Kämmerer bin, werde ich dieses Amt auch weiter mit großem Ehrgeiz ausfüllen – meine Kandidatur wird mein Engagement in diesem Bereich in keinster Weise beeinflussen“, betonte er ausdrücklich.

Einige Jahre im Stadtrat

Neben Verwaltungserfahrung auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft hat Kai Schöttler auch Erfahrungen in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt gesammelt. Seit 2009 ist er als sachkundiger Bürger im Ortsausschuss seines Heimatdorfes Altenbergen tätig, 2014 begann sein Engagement für die CDU im Rat der Stadt Marienmünster. Kai Schöttler war bis zur Übernahme des Kämmereramtes vier Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten und habe sich dort laut CDU besonders mit seiner finanzpolitischen Kompetenz für die Belange der Bürger der Stadt eingesetzt. In seiner Funktion als Stadtratsmitglied war er auch Kurator bei der Kulturstiftung Marienmünster. Im Jahr 2018 wurde er zum Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Marienmünster gewählt.

Bürgermeister mit Perspektive

Der Altenbergener hat sich neben seiner Verwaltungsarbeit und seinem kommunalpolitischen Engagement auch aktiv ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen seiner Heimatstadt eingebracht. So ist er beispielsweise Geschäftsführer des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus Altenbergen, ferner auch Mitglied im Heimat- und Kulturverein Marienmünster sowie in der Gesellschaft der Musikfreunde Marienmünster und im Förderverein der Kulturstiftung. „Meine Heimat liegt mir am Herzen – deshalb möchte ich gemeinsam mit der Politik und dem starken Verwaltungsteam, dessen Leistungsfähigkeit ich nun kennenlernen konnte, Zukunft gestalten“, sagte Schöttler. Marienmünster sei auf einem guten Weg und finanziell gut aufgestellt, auch das Klima im Stadtrat habe sich zu einer lösungsorientierten Zusammenarbeit hin entwickelt – der Altenbergener möchte nun weitere Schritte gehen und arbeite dafür derzeit ein umfangreiches Programm aus. „Ich möchte ein Bürgermeister mit Perspektive sein und meinen Teil dazu beitragen, dass die Ortschaften zum einen ihre Identität bewahren und sich zum anderen das Gemeinschaftsgefühl Marienmünster noch stärker entwickelt.“

„Junger Mann mit Visionen“

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Joseph Büker äußerte sich am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung deutlich positiv über den Kandidaten aus Altenbergen: „Kai Schöttler hat als junger Mann Visionen und zeitgleich bereits vielfältige Erfahrung in der Verwaltung und Politik gesammelt. Er kennt die Strukturen und Personen – das ist ein wichtiger Faktor.“ Schöttler habe in der Fraktion gute Arbeit geleistet und tue dies nun auch als Kämmerer. Er sei ein Finanzexperte, arbeite sich aber immer wieder auch in andere Themenbereiche ein. Schöttler könnte auch von anderen Parteien unterstützt werden – die CDU stehe dem offen gegenüber, so Büker.

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