Schulneubau in Marienmünster: zwei Abschnitte in einem Mehr Platz für U3-Betreuung

Marienmünster (WB/dp). Der Rat der Stadt Marienmünster hat der Planung und dem Bau des neuen Gebäudeteils der Grundschule Marienmünster mit einer Größe von etwa 1000 Quadratmetern Nutzfläche zugestimmt. Damit soll der zunächst optional geplante zweite Bauabschnitt sofort mit umgesetzt werden, um den kurzfristig aufgetretenen Mehrbedarf im Kindergartenbereich auffangen zu können.

Wenn der ältere Teil der Schule in Vörden abgerissen worden ist, entsteht an dieser Stelle ein neues Gebäude.
Wenn der ältere Teil der Schule in Vörden abgerissen worden ist, entsteht an dieser Stelle ein neues Gebäude. Foto: Dennis Pape

»Wir haben einen erhöhten Bedarf an U3-Betreuung im Stadtgebiet Marienmünster – deshalb müssen wir unser Konzept anpassen«, sagte Bürgermeister Robert Klocke in der Ratssitzung am Mittwochabend. Faktisch bedeutet dies: Statt einen Neubau mit 700 Quadratmetern zu errichten, wird jetzt die eigentlich nur optionale zweite Ausbaustufe mit weiteren 300 Quadratmetern durch eine weitere Etage gleich mit ausgeführt. »Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, inklusive des zweiten jetzt mit eingeplanten Abschnittes liegen wir bei 1,6 Millionen Euro«, sagte Schulleiter Nicolay Loges gestern im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Inklusive einer Reserve von 200.000 Euro liege man damit immer noch finanziellen Spielraum für die Maßnahme. »Unter dem Strich wird es sogar günstiger. Wenn der zweite optionale Abschnitt später umgesetzt worden wäre, hätte das neue Dach noch einmal abgenommen werden müssen.«

50 Prozent mehr Anmeldungen

Da es etwa 50 Prozent mehr Anmeldungen im U3-Bereich gibt, zieht die Lernwerkstatt der Grundschule, die sich derzeit auf etwa 100 Quadratmetern im Kindergartentrakt befindet, in das neue Gebäude um. »Unser Schulleiter hat – obwohl er nicht für den Kindergarten verantwortlich ist – mit seinem Konzept Raum für den Kindergarten geschaffen und die Lernwerkstatt dennoch erhalten«, lobte Kai Schöttler (CDU). Elmar Stricker (WGB): »Gut, dass wir den optionalen Abschnitt eingeplant haben. Kein Kind darf abgewiesen werden.«

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