Belüftung in Maststall in Stadt Marienmünster fällt aus – Kadaver sofort entsorgt 1000 Schweine sterben nach Blitzschlag

Marienmünster (WB). Ein Blitzschlag hat mehr als 1000 Schweine in einem landwirtschaftlichen Betrieb das Leben gekostet. In der Gewitternacht vom 20. auf den 21. Juli brachen die Belüftungsanlage und das Notrufsystem der Schweinemastanlage durch die Überspannung zusammen. 1000 Tiere verendeten.

Von Michael Robrecht
1000 Schweine (Symbolfoto) sind in einem Mastbetrieb in einer Ortschaft der Stadt Marienmünster durch Blitzschlag gestorben.
1000 Schweine (Symbolfoto) sind in einem Mastbetrieb in einer Ortschaft der Stadt Marienmünster durch Blitzschlag gestorben. Foto: dpa

Die Kreisverwaltung in Höxter bestätigte, dass es in jener Nacht zu einem tragischen Zwischenfall in einem Schweinemastbetrieb im Stadtgebiet von Marienmünster gekommen ist. Die genaue Ursache des Massensterbens werde durch einen externen Sachverständigen ermittelt. Das Veterinäramt des Kreises Höxter war am 21. Juli vor Ort. Schon am 22. Juli sei die logistisch schnellstmögliche Entsorgung der Kadaver erfolgt, berichtete die Kreisverwaltung auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Die Katastrophe im Schweinestall war erst jetzt öffentlich geworden. Die Schadenssumme ist schwer zu schätzen. Sie richtet sich nach dem Gewicht der Schweine und liegt - je nach Tageswert - schnell im unteren sechsstelligen Bereich.

Der betroffene Landwirt in der Ortschaft der Stadt Marienmünster hatte das Unglück erst am nächsten Morgen nach der Gewitternacht entdeckt, da er durch den Stallnotruf nicht alarmiert werden konnte. Der Bauer war entsetzt und traurig über den Verlust so vieler Tiere.

Im Kreis Höxter gibt bis zu 60 Schweinemastanlagen mit 1000 und mehr Tieren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.