Facettenreiche Abtei Marienmünster Kleines Paradies im Kulturland

Marienmünster (WB). Über die mehr als 300 Jahre alte Holztreppe gelangt Hans Hermann Jansen in die Küche des Amtshauses der Abtei Marienmünster. Dort trifft er sich mit Künstlern und Wegbegleitern nach Konzerten und Auftritten, inspiriert von einer einmaligen Atmosphäre.

Von Harald Iding
Die geschichtsträchtige Abtei Marienmünster ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Die geschichtsträchtige Abtei Marienmünster ist ein beliebtes Ausflugsziel. Foto: Harald Iding

»Hier haben auch die Handwerker aus Frankreich mit mir zusammen gesessen, die sich um die Restaurierung der großen Barockorgel von Johann Patroclus Möller aus dem Jahre 1738 in der Abteikirche gekümmert haben«, sagte Jansen dem WESTFALEN-BLATT.

Marienmünster mit der Kirche und der klösterlichen Abgeschiedenheit bedeute dem Kulturschaffenden viel. Dort lebt Jansen seit mehr als zehn Jahren. »Und vor genau einem Vierteljahrhundert habe ich hier als Chorleiter und Organist angefangen«, verrät der »Tausendsassa«. Anders lässt sich sein Engagement für die Menschen und Region nicht umschreiben. Er ist Ideengeber, Motor von zukunftsweisenden Projekten und leidenschaftlicher Musiker. Seit 2014 arbeitet er intensiv mit vielen anderen ehrenamtlichen Helfern an der touristischen Erschließung der Abtei – mit großem Erfolg. In der Kirche und in den Konzertsälen (ehemalige Wirtschaftsgebäude) des Klosters finden hochkarätige Konzerte statt.

Mönche aus Corvey lebten im Kloster

Am 15. August 1128 weihte einst Bischof Bernhard I. das Kloster und die Kirche zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria ein. Zwölf Mönche aus Corvey übernahmen als erste Nutzer die Betreuung.

Kulturstiftung fördert Kunst und Kultur

Im Frühjahr 2006 gründete sich die gemeinnützige Kulturstiftung Marienmünster. Ihr geht um den Erhalt der Klosteranlage und die Förderung von Kunst und Kultur. Die Abtei ist ein wahrer Diamant.

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