18 angehende Soldaten in Höxter entscheiden sich für neue Ausbildung bei der Bundeswehr
Freiwillige im Heimatschutz

Höxter -

Marschieren, Sport, Schießübungen und Übernachten im Gelände - für 18 angehende Soldaten hat die militärische Grundausbildung in Höxter begonnen.

Mittwoch, 21.04.2021, 13:32 Uhr aktualisiert: 21.04.2021, 19:35 Uhr
Soldaten nehmen auf dem Gelände der General-Weber-Kaserne teil an einer Grundausbildung für den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz. Foto: Friso Gentsch/dpa

Am Ende sind die Männer im Alter zwischen 17 und 27 Jahre Reservisten im Heimatschutz bei der Bundeswehr und werden ab September an Standorten in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Am Mittwoch stellte die Bundeswehr das Projekt in der General-Weber-Kaserne im Weserbergland im Rahmen eines Medientages vor. „Neu ist, dass die Präsenzphase mit der Reservistenphase verquickt wird“, sagte Oberstleutnant und Pressesprecher Stefan Heydt.

In Nordrhein-Westfalen ist das ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter in der General-Weber-Kaserne der Ausbildungsstandort.

In Nordrhein-Westfalen ist das ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter in der General-Weber-Kaserne der Ausbildungsstandort. Foto: Friso Gentsch

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will durch das Angebot zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastropheneinsätze im Inland bereithalten, wie sie derzeit auch in der Corona-Pandemie benötigt werden. Der Dienst steht unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“.

Am 6. April haben bundesweit an 13 Standorten 320 Soldatinnen und Soldaten ihre Ausbildung in den neuen Dienst begonnen.

Am 6. April haben bundesweit an 13 Standorten 320 Soldatinnen und Soldaten ihre Ausbildung in den neuen Dienst begonnen. Foto: Friso Gentsch

Dazu werden laut Heydt die Teilnehmer seit dem 6. April zuerst klassisch militärisch ausgebildet. Und das bundesweit in elf Kasernen. Es folgt eine Spezialausbildung an drei Standorten in Berlin, Wildflecken (Bayern) und Delmenhorst (Niedersachsen). Dann folgt eine weitere Ausbildung über drei Wochen in den jeweiligen Landeskommandos. In Nordrhein-Westfalen gibt es Heimatschutz-Kompanien in Düsseldorf (Rheinland), Unna (Ruhrgebiet) und Ahlen (Westfalen). Hier lernen die Soldaten Spezialwissen über die Region, wie kritische Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden.

Brigadegeneral Torsten Gersdorf spricht in der General-Weber-Kaserne.

Brigadegeneral Torsten Gersdorf spricht in der General-Weber-Kaserne. Foto: Friso Gentsch

„Die Soldaten werden nur regional eingesetzt. Sie sind nicht versetzbar und auch ein Auslandsaufenthalt ist ausgeschlossen“, sagt Heydt. Im September sollen dann in NRW 80 Reservisten in NRW ihren Dienst von fünf Monaten verteilt über sechs Jahre beginnen. Sie könnten dann, wie jetzt bereits andere Soldaten, in Impfzentren eingesetzt werden oder bei Notlagen wie Hochwasser, Sturm oder heftigen Schneefall wie zuletzt im Februar.

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