Corona-Auflagen und kein Ende: Wie die Gastwirtsfamilie Brand mit ihrem Köterberg-Haus überleben will
„Wir sind noch nicht über den Berg“

Höxter/Köterberg -

Auch das Gasthaus auf dem 500 Meter hohen Köterberg ist wegen der Corona-Pandemie seit Monaten geschlossen. Nur der kleine Kiosk ist geöffnet. Viele Biker kommen. Von Michael Robrecht
Freitag, 16.04.2021, 22:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.04.2021, 22:10 Uhr
Und nun? Wie geht es weiter auf dem Köterberg? Seit den 1930er Jahren betreibt Familie Brand das Köterberghaus als Restaurant mit Kiosk: Rudolf Brand (86), seine Frau Ilona (58) und sein Sohn Florian (38) wollen auf jeden Fall weitermachen. Foto: Michael Robrecht
Kalte Windböen, Graupel- und Schneeschauer, dunkle Wolken, zwei Autos, drei Wanderer und ein Motorradfahrer: Die Szene an diesem April-Spätnachmittag auf dem Köterberg hätte ein Regisseur für einen Film über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Gastronomie und Tourismus nicht besser inszenieren können. Fehlt nur noch der über die Straße wehende Reisigbüschel wie im Western „Spiel mir das Lied vom Tod“. Doch Endzeitstimmung gibt es auf dem Drei-Kreise-Gipfel Höxter-Holzminden-Lippe zum Glück nicht: Perfekt, wie eine Anweisung im Drehbuch, schaut die Sonne plötzlich hinter den Wolken hervor, blauer Himmel erscheint und auch die Gesichter der Köterberg-Gastronomie-Familie Brand hellen sich auf. „Das sind seit einem Jahr sehr schwere Zeiten für uns hier auf dem Gipfel. Viele Wochen durften nur wenige Gäste zu uns auf den Berg kommen. Zuletzt war die Straßenauffahrt wochenlang unten im Dorf sogar komplett abgeriegelt. Jetzt hoffen wir auf ein paar Lockerungen und realen Perspektiven für uns Wirte“, sagt Florian Brand zur eigentlich jetzt anstehenden Frühjahrs-Saisoneröffnung. Leben vom Kiosk Verdient habe man seit März 2020 nur recht wenig. Nur der Kiosk dürfe betrieben werden, das Restaurant mit 200 Plätzen im Berghaus sei verwaist; nach Speisekarte zubereitet gibt es zurzeit nichts. Die treuesten Gäste auf dem „Brocken des Weserberglandes“ seien die Wanderer, die Biker und die Menschen aus den umliegenden Orten. „Hier kocht der Chef“, lacht Florian Brand (38), als er aus dem Kioskfenster auf den leeren Parkplatz schaut. Doch außer Imbissware wie Getränke, Würstchen, Schokoriegel oder Apfelkuchen serviert der „Chef“ in diesen Tagen nur recht wenig.
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