Was Bestatter in der Corona-Pandemie in Höxter alles beachten müssen – Auflagen für viele Hinterbliebene oft belastend
Trauerfeiern ins Ausland übertragen

Höxter -

Beerdigungen und Trauerfeiern haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie und nach Verhängung der Hygieneauflagen im März 2020 einen anderen Charakter bekommen. Kontaktbeschränkungen fordern die Bestattungsbranche: Wie kann man einen würdevollen Abschied ansprechend gestalten? Von Ellen Waldeyer
Dienstag, 13.04.2021, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.04.2021, 22:00 Uhr
Die Trauernden müssen vor der Beerdigung zahlreiche Entscheidungen treffen, bei denen Bestatterin Sonja Berg ihnen beratend zur Seite steht. Hier ein Blick in das Sarglager des Beerdigungsinstituts Berg.
Zehn Menschen stehen am Grab und sehen dem langsam herabsinkenden Sarg bewegt hinterher. Es ist still – viel zu still, nur das Klappern der Seile lässt sich vernehmen. Dabei hätte der heimische Musikverein normalerweise für einen denkwürdigen Abschied des Vereinsmitglieds gesorgt. Es gibt keine Umarmungen von Freunden und Nachbarn, kein Beileid, keinen Zuspruch. „Die Auflagen setzen den Trauernden zusätzlich zur Bewältigung des Verlustes eines lieben Verwandten zu. Die Trauer ist zu Corona-Zeiten schwerer zu bewältigen“, weiß Bestatter Jürgen Schlenke aus Höxter. Große Abschiede von Menschen, die in zahlreichen Vereinen in einem lebendigen Dorf tätig waren, dürfen nicht stattfinden. Neue Methoden, um die Menschen von zuhause aus an der Beerdigung teilhaben zu lassen, sind eine Reaktion auf die Corona-Auflagen. Jürgen Schlenke streamte im Februar zum ersten Mal eine Trauerfeier ins Ausland, da eine Familie aus England wegen des geltenden Reiseverbots nicht nach Deutschland reisen durfte. Eine ähnliche Übertragung habe er anschließend auch nach Afrika organisiert.
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