Windkraftanlagen in Fürstenau könnten bei schlechter Sicht eine Gefahr für Piloten und Flugzeuge darstellen
Flugplatzbetreiber in Sorge

Höxter-Brenkhausen/-Fürstenau -

Die Betreiber des Flugplatzes Höxter-Holzminden bei Brenkhausen befürchten, dass die

Freitag, 09.04.2021, 23:15 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 23:20 Uhr
Die geplanten Windkraftanlagen in Fürstenau könnten zu hoch sein für einen geordneten Betrieb auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden. Vor allem bei schlechten Sichtverhältnissen könnten sie ein Risiko darstellen, fürchten die Betreiber. Foto: dpa

Wie mehrfach berichtet, plant das Unternehmen Maka-Wind aus Brakel die Errichtung von fünf Windkraftanlagen. Das Vorhaben sei nicht mit den Betreibern des Verkehrslandeplatzes abgestimmt worden, heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus seien im bisherigen Genehmigungsverfahren „für die Flugsicherheit wesentliche zu beachtende Faktoren vernachlässigt“ worden.

„Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung habe hierzu in den Gemeinsamen Grundsätzen des Bundes und der Länder für die Anlage und den Betrieb von Flugplätzen für Flugzeuge im Sichtflugbetrieb klare Vorgaben gemacht, gegen die hier mit dem Bau der Windkraftanlagen verstoßen werden könnte“, sagt Flugplatzsprecher Michael Miller.

Die geplanten Anlagen sind mit einer Höhe von mehr als 1500 Fuß (etwa 457 Meter über dem Meeresspiegel) deutlich höher als die in diesem Bereich bereits vorhandenen Windkraftanlagen und würden in die Anflugbereiche des Flugplatzes hineinragen. „Die zugelassene und genehmigte Platzrunde ist weniger als 500 Fuß, also 152 Meter höher“, erläutert Miller. Somit sei die im Endanflug übliche Höhe der Flugzeuge mit 1500 Fuß genauso hoch wie die geplanten Windkraftanlagen. Auch für den an- und abfliegenden Verkehr würden die Anlagen aufgrund der Höhe ein deutliches Risiko für die Piloten darstellen. „Hierbei handelt es sich neben Motorflugzeugen auch um Ultraleicht-Tragschrauber und Motorschirme der am Flugplatz ansässigen Flugschulen, die zum Teil bereits seit über 25 Jahren dort beheimatet sind“, berichtet Miller.

Den Flugplatz im Bestand gefährdet sieht der Pilot allerdings nicht. „Es würde auch mit Windkraftanlagen schon irgendwie gehen“, erläutert er. Aber gerade bei schlechten Sichtverhältnissen seien „die Dinger“ ein Risiko.

Bereits seit sechs Jahren plant die Maka-Windkraft GmbH aus Brakel den Windpark Fürstenau. Derzeit wird im Genehmigungsverfahren auf bauplanungsrechtlichen Belange geschaut. Zuletzt hatte eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes ein Hindernis für die Windräder aus dem Weg geräumt: Die Anordnung einer Veränderungssperre für den Geltungsbereich des sich in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes „Naherholungsgebiet Fürstenauer Hochfläche“ durch die Stadt fiel vor Gericht durch. Derzeit ist die Stadt dabei, einen Teilflächennutzungsplan für Windkraftkonzentrationszonen aufzustellen.

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