„Lebenshilfe Höxter“ und „Paritätischer Wohlfahrtsverband“ unterzeichnen Erklärung
Ein Zeichen für Demokratie

Kreis Höxter -

Mit der gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres mehr als 430 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteure.

Montag, 08.03.2021, 01:48 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 02:00 Uhr
Sie unterstützen aktiv die Unterschriftenaktion (von links): Kathrin Jäger (Paritätische), Christoph Lessmann (Werkstätten Am Grünenberg, WAG), Tobias Rieger (WAG), Hans Markus (Lebenshilfe Höxter) und Beate Disse (WAG).

Mit Sorge beobachten die Verbände wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren. Auch aus dem Kreis Höxter setzen Verbände ein Zeichen.

So haben sich die „Lebenshilfe Höxter Werkstätten und Kita gGmbH“ und der „Paritätische Wohlfahrtsverband“ der Erklärung angeschlossen. „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es.

Die Mitzeichnenden, die von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege reichen, zeigen sich entschlossen, Hass und Hetze entgegenzutreten. „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in der Erklärung.

Durch Aufklärung, Beratung und öffentlichkeitswirksame Aktionen soll durch verschiedenste Aktivitäten der Unterzeichnenden „für eine menschliche und lebenswerte Zukunft für uns alle“ geworben werden.

Ziel der Mitzeichnenden sei es, im Superwahljahr 2021 ein Zeichen für Demokratie zu setzen. Sie betonen, es komme auf jede Stimme an und fordern die Bürger auf, zur Wahl zu gehen. Der gesamte Erklärungstext und die Liste der Mitzeichnungen ist online unter „www.wir-fmv.org abrufbar“.

Zum Hintergrund: Bereits im April 2018 und Ende 2019 hätten sich zahlreiche Verbände öffentlich zum Beispiel gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und zu instrumentalisieren. Einige Stimmen der Unterstützer der Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt seien auch in Zitatform unter „www.wir-fmv.org/Stimmen abrufbar“.

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