Pandemie-Opfer: Paderborns Erzbischof Becker ruft zur Teilnahme an der deutschlandweiten Aktion #lichtfenster auf
Eine Kerze gegen das Vergessen

Paderborn -

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker ruft zur Teilnahme an der deutschlandweiten Aktion #lichtfenster auf. Damit unterstützt er den Wunsch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in diesen Tagen besonders der Toten, ihrer Angehörigen und aller von Corona betroffenen Menschen zu gedenken.

Freitag, 22.01.2021, 11:06 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 12:06 Uhr
Erzbischof Hans-Josef Becker ermutigt die Bürger zur Teilnahme an der deutschlandweiten Aktion #lichtfenster. Eine brennende Kerze soll an die Toten der Corona-Pandemie erinnern. Foto: Till Kupitz/Erzbistum Paderborn

Der Bundespräsident hatte am Freitagmorgen alle Bundesbürger dazu eingeladen, ein sichtbares Zeichen zu setzen und am Abend ebenso wie in den Folgetagen eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen. „Ich finde die Idee gut und beteilige mich auch selbst gerne an der Aktion“, sagt Erzbischof Becker am Freitag in Paderborn. „Das Licht ist ein strahlendes Symbol für unsere christliche Hoffnung. Gerade sie muss jetzt zum Leuchten gebracht werden, damit die Finsternis hell wird.“ Für ihn verheiße der Glaube „Leben in Ewigkeit“. Nichts sei für immer verloren, „weil Gott es ist, der seine Zusage hält und uns aus allen Lagen rettet“.

Damit zur Beteiligung an der Aktion #lichtfenster über alle Entfernungen und Einschränkungen hinweg zusätzlich ein gemeinschaftsstiftendes Element hinzukommt, empfiehlt Erzbischof Becker das begleitende und stellvertretende Gebet: „Das Gebet tröstet und stärkt, es vertieft unsere Verbundenheit zu Gott und untereinander.“

„Ich bete viel und gerne, gerade in der letzten Zeit besonders für alle Einsamen, Leidenden und Sterbenden“, verrät Erzbischof Becker. „Lasst uns das weiter gemeinsam tun. Es schadet überhaupt nicht, es hilft“.

Um dem Ganzen einen öffentlichen Ausdruck zu verleihen, lädt Erzbischof Becker zusammen mit den Paderborner Weihbischöfen Matthias König und Dr. Dominicus Meier (OSB) sowie Generalvikar Alfons Hardt an diesem Freitagabend (22. Januar) um 17 Uhr zum gemeinsamen Gebet in den Hohen Dom ein. Die Stille Stunde mit Anbetung des Allerheiligsten, die unter den Corona-Schutzmaßnahmen seit Anfang April durchgehend jeden Werktag im Hauptschiff des Domes begangen wird, kann diesmal eigens über Livestream aus Nah und Fern mitgefeiert werden. Zu erreichen ist die Betzeit auf dem Youtube-Kanal des Erzbistums und unter www.erzbistum-paderborn.de .

Bereits im November letzten Jahres hatte Erzbischof Becker zu Allerheiligen und Allerseelen in einem Brief an alle Kirchengemeinden im Erzbistum dazu aufgerufen, besonders für diejenigen zu beten, die während der Corona-Pandemie verstorben sind und die als Hinterbliebene nicht von einem lieben Angehören würdig Abschied nehmen konnten. „So können wir als Gemeinschaft der Glaubenden zum Ausdruck bringen, dass niemand allein und verlassen ist – auch in Coronazeiten nicht. Die Trauer kann und soll geteilt werden“, schrieb Erzbischof Becker.

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