So gehen die großen Unternehmen im Kreis Höxter mit der Corona-Gefahr im Lockdown und nach dem Jahreswechsel um
Hygiene, Homeoffice und Fiebermessen

Höxter (WB/rob/fsp/ReBu/üke) -

Wie reagieren die großen Firmen und Institutionen auf die Herausforderungen durch Corona-Hygieneregeln und Lockdown? Das WESTFALEN-BLATT hat sich umgehört.

Mittwoch, 06.01.2021, 05:59 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 07:48 Uhr
Das Fiebermessen beim Betreten des Firmengeländes gehört bei Optibelt in Höxter zum betrieblichen Alltag.

Symrise: Der Duftstoffriese in Holzminden mit hunderten Beschäftigten auch aus dem Kreis Höxter sieht keine Veranlassung für Mitarbeiter-Massentests. Durch den folgenschweren Hacker-Angriff und die Weihnachtspause sei die Zahl der Mitarbeiter in den Abteilungen zum Jahresende stark reduziert gewesen, sagte Firmensprecher Bernhard Kott. Man sei froh, dass die Firma das ganze Jahr über von größeren personellen Problemen durch Covid-19-Erkrankungen verschont geblieben sei. Angeboten würden bei Unsicherheiten Schnelltests, die Werksärzte garantierten eine enge Sofort-Betreuung, ein Krisenteam habe die Lage im Blick. Zudem gebe es versetzte Schichtdienste und Homeoffice. Kott: Man habe aber zum Glück bisher nichts schließen müssen.

Bundeswehr Höxter: Die General-Weber-Kaserne ist im Jahr 2020 von größeren Problemen wegen Covid-19-Erkrankungen von Soldaten verschont geblieben. Es mussten keine Kompaniebereiche oder Büros geschlossen werden. Dazu hätten die guten und intensiven Hygieneauflagen sowie ihre strikte Einhaltung beigetragen, sagte Oberstleutnant Stephan Alt (S3-Stabsoffizier) Silvester dem WB. Zeitweise seien Soldaten des ABC-Abwehrbataillons 7 auch im Homeoffice gewesen.

Arntz Optibelt Höxter: Das Coronavirus stellt auch die Arntz-Optibelt-Gruppe mit Stammsitz in Höxter vor große Herausforderungen. Das Unternehmen arbeitete daran, die Beschaffung, die Produktion und die Logistik und damit den Draht zu den vielen Kunden aufrecht zu erhalten. Täglich trifft sich das Management, analysiert die Veränderungen und passt die Organisation darauf an. „Intensivierung des mobilen Arbeitens und damit Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice, dort, wo es technisch, fachlich und organisatorisch möglich ist“, heißt es in einer Presseerklärung. Besprechungen und die Anzahl der Teilnehmer würden auf das notwendige Maß reduziert. Vorab werde geprüft, ob eine Telefon- oder Videokonferenz nicht ebenso ihren Zweck erfülle. Treffen mit Geschäftspartnern sowie Dienstreisen sollen vermieden werden. Die Kantine in Höxter habe geschlossen werden müssen.

Franz Schneider Brakel (FSB): Der Brakeler Beschlägehersteller setzt auf einen vielstufigen Maßnahmenplan. „Der Hauptpunkt dabei ist, dass alle Mitarbeiter zwei Meter Abstand zueinander halten“, erläutert Geschäftsführer Jochen Bauer. Es seien Gruppen gebildet worden von maximal fünf Personen, sodass auch in Räumen dieser Abstand eingehalten werden könne. „Diejenigen, die dieser Gruppe angehören, wechseln auch nicht“, so der Geschäftsführer. Sollte sich jemand unwohl fühlen, könnte im Werk ein Schnelltest angewandt werden. In der FSB-Belegschaft gebe es einen ausgebildeten Sanitäter, der die entsprechende Befähigung besitze. Zudem seien 60 Prozent der Belegschaft im Homeoffice. Bislang hat es nach Ausführungen Jochen Bauers bei FSB noch keinen aktiven Corona-Fall gegeben. Aktuell seien nur zwei Personen in Quarantäne, weil sie Kontakt mit Infizierten hatten.

Integ Bad Driburg: Die Firma Integ aus Bad Driburg hat 700 Mitarbeiter – davon knapp die Hälfte mit Behinderung – und sich auf die Hauptgeschäftsfelder Elektronikfertigung, Kabelkonfektionierung, Verpackungsservice, Zerspanungstechnik sowie Garten- und Landschaftsbau spezialisiert. Wie Integ-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Ivo Zielonka erklärt, sei die Corona-Pandemie auch für die Integ eine große Herausforderung. „Vor Dienstantritt wird bei jedem Mitarbeiter die Körpertemperatur gemessen. Zusätzlich können wir im Haus anlassbezogen Corona-Tests durchführen. Die Mittel dazu stehen bereit. Deshalb sind einige Mitarbeiter für die Corona-Tests geschult worden. Damit sind wir bis jetzt gut gefahren“, sagt Ivo Zielonka.

Wentus Kunststoff GmbH Höxter:„Unsere 275 Beschäftigten gehen diszipliniert mit den betriebsinternen Vorgaben und der Schutzverordnung um“, betont Personalleiter und Prokurist Matthias Grothe. „Bei jedem Mitarbeiter wird beim Betreten des Firmengeländes die Körpertemperatur gemessen. In Einzelfällen nimmt der Betriebsarzt Tests vor – beispielsweise, wenn Mitarbeiter aus dem Ausland zurückkehren.“ Bei Wentus würden Desinfektion und Hygiene ganz oben stehen. „Masken werden unseren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Zudem gibt es Regelungen für mobiles Arbeiten.“

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