WB-Serie „Menschen 2021“: Musikprojekt „New Gold Dream“ von Ulrich Frehse aus Höxter setzt Maßstäbe – auf den Spuren von „Schiller“
Elektrosounds mit sphärischen Klängen

Höxter -

Rhythmische Elektrosounds mit sphärischen Melodien „made in Höxter“.  Wer die Klangzauberer von „Schiller“ mag, der wird auch die Kompositionen von Ulrich Frehses Musikprojekt „New Gold Dream“ schätzen.

Samstag, 02.01.2021, 04:35 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 04:40 Uhr
Im Studio ist Ulrich Frehse voll in seinem Element; hier steht die Wunderwelt der modernen Musiktechnik: Das Neueste vom Neuen an Synthesizern, Musik- und Soundcomputern kann er nutzen. Foto: Frehse

Frehse ist ein bisschen wie seine Klänge: zurückhaltend, cool, visionär, aber auf den Punkt. Inspirierend will er sein, hintergründig, aber nicht kommerziell und gezielt auf den Massengeschmack kalkulierend.  Oft sei ihm am Anfang noch sehr unklar, in welche Richtung der nächste Song gehen werde.  „Das Komponieren ist ein interessanter kreativer  Prozess“, beschreibt der 54-Jährige. Heraus kommen Klanggemälde, die den Hörer zwingen, eigene Bilder und Filmszenen im Kopf dazu zu entwerfen:  Höxteraner Klangwelten mit perfektem Sound, den man hierzulande kaum vermutet.

Ulrich Frehse in seinem Haus in Höxter.

Ulrich Frehse in seinem Haus in Höxter. Foto: Michael Robrecht

Ulrich Frehse, Abitur 1985 in Beverungen, dann Banklehre, Studium, Unternehmensberater, hat sich mit seinem Hobby Musik ein zweites Standbein aufgebaut. Gearbeitet wird in Höxter in seinem Haus oder in Paderborn im Studio von „IMAscore audio experience“. Das Team dort besteht aus elf Produzenten, Komponisten und Sound Designern und wurde durch die Spezialisierung auf die Musikproduktionen für Freizeitparks (Weltmarktführer) wie dem „Heide Park“ oder den Trailer für den erfolgreichen Disney-Film „König der Löwen“ bekannt. Darüber hinaus produziert „IMAscore“ auch Sounds für Film- und Computerspiel-Trailer.

In dem Paderborner Studio ist Ulrich Frehse voll in seinem Element; hier steht die Wunderwelt der modernen Musiktechnik: Das Neueste vom Neuen an Synthesizern, Musik- und Soundcomputern. Um den Zuhörer mit allen Sinnen in eine Fantasiewelt zu entführen, konzipiert Ulrich Frehse Klangwelten, die er als Jugendlicher schon faszinierend fand. Jean Michel Jarre, Kraftwerk, Tangerine Dream und der 80er-Jahre-Elektropop von OMD bis Michael Cretu nennt er als prägend und treffend für seine stilistische Einordnung.

Daheim in Höxter sitzt er oft in seinem Studio und tüftelt an neuen Kompositionen. „Früher spielte die Band in der Garage oder im Keller, heute sitzt man am Keyboard und am Rechner und nutzt die virtuellen Instrumente zum Komponieren. Die Vielfalt ist riesig“, schwärmt Ulrich Frehse.  Ein Stück müsse eine Melodie haben, ein angenehmes Gefühl transportieren. Das sei sein Ziel. Und dieses Credo passt zum Projekt „New Gold Dream“. „New Gold Dream“ hieß auch das Album, mit dem die Band “Simple Minds“ ihren weltweiten Durchbruch erzielte.  Elektronikmusik mit eingängigen Sounds fesseln den Höxteraner daher seit Jahrzehnten. 

Inspiriert  haben Ulrich Frehse auch innovative  Komponisten wie  Hans Zimmer, der für zahlreiche Soundtracks von Hollywood-Blockbustern verantwortlich zeichnet. Das erste musikalische Produkt von „New Gold Dream“ war das Album „The Message“, das 2014 als CD, aber auch als Download erschien und ein paar kleinere Spuren hinterließ. Dazu die Beschreibung im begleitenden Flyer: „Das Gesamtkonzept von „The Message“ erscheint wie eine klangliche Reise. Eingängige Melodien, brillante Sounds und ausdrucksstarke Rhythmen werden mit epischen Musikelementen kombiniert. Dabei wird stets auf Emotion und Stimmung geachtet.“

Perfekte Arrangements

„Jedes Stück ist perfekt arrangiert. Die Musik bleibt nach dem ersten Hören hängen und hat Wiedererkennungswert“, lobt Joerg Strawe (CUE-Records). „Eine  Kombination aus traditioneller Elektronik, die verschiedene Stilarten in sich vereint, und hymnische Melodien und Sounds, die sofort ins Ohr gehen und den Hörer fesseln“, bescheinigt Stephan Schelle vom Musikzirkus-Magazin dem Komponisten.

Sanfte Synthieschwaden, einen Schuss Trance, ein bisschen New Age und Pink Floyd. Packender Klangteppich, so beschreiben Hörer die Frehse-Musik. So könnten beispielsweise „City Of Light“ und „Gardens Of Wonder“  gut Platz auf einem „Schiller“-Album finden, meint Kritiker Schelle.   

Das Ulrich Frehse alias „New Gold Dream“ musikalisch etwas zu sagen hat, das beweist jetzt das kürzlich erschienene zweite Werk, die EP „Mirage“. Vier neue Stücke sind darauf zu hören. Als CD hat Ulrich Frehse seine Musik nicht mehr als CD pressen lassen, sondern die beiden „Alben“ sind jetzt auf allen bekannten Online-Plattformen zum Streamen und Downloaden verfügbar. Und neues Material ist schon wieder in Arbeit. Die nächsten Tracks werden als Singles erscheinen. Ein neues Album kommt voraussichtlich Ende 2021.

„New Gold Dream“ ist auch bei „5 Alarm Music“ präsent, der weltweit größten Produktionsmusik-Plattform für Film und Fernsehen. „Ich habe meine Musik mit Energie und Melancholie in eine neue Dimension weiter entwickelt und hoffe, dass meine elektronische Soundwelt auffällt, dass sie vielleicht als Filmmusik, für TV-Produktionen wie „Terra X“ oder andere Präsentationsformen ausgewählt wird.“ Frehse wollte etwas mit Wiedererkennungswert schaffen. Das ist ihm gelungen. Diese elek-tronische Instrumental-Musik ist durchzogen von langsamen, sphärischen,  lang anhaltenden   warmen Klängen sowie   Klangeffekten, die sich  zu einem großen klanglichen Gesamtbild aufbauen. Heute findet man derartige  Musik in einer Vielzahl von Alltagssituationen wieder: als Untermalung beim Lesen, Schreiben, Arbeiten, in Hotels, Bars oder der Gastronomie sowie in  vielen öffentlichen Einrichtungen  wie Museen, bei der die Musik dem Menschen   eine angenehme Atmosphäre schaffen soll. Wie jetzt im Winter vielleicht am Kamin beim Rotwein und einem guten Buch, während es draußen schneit.  

Musik auch live spielen

Ob solche Kompositionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden, das ist im Musikbusiness oft ein Glücksspiel, ein Zufall oder manchmal auch eine Sache cleveren und kostspieligen Marketings und Productplacements. Ulrich Frehse träumt davon, seine Musik auch im Kreis Höxter einmal live präsentieren zu können. Auf einem Festival vielleicht. Dass die Corona-Pandemie ihm und seinen Mitstreitern dabei einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat, dass muss er – wie viele Künstler der Unterhaltungs-, Event-, Kultur- und Musikbranche – zurzeit hinnehmen. Er will dran bleiben an seinem Hobby und erinnert sich immer noch gerne an seine ersten musikalischen Gehversuche in den 1980er Jahren mit seiner Jugendband „Karakorum II“ zu Beverunger Gymnasiums-Zeiten und im „King George Pub“ in Holzminden. Vorerst hofft Ulrich Frehse auf viele Klicks im Internet. Mehr bleibt Musikern im Moment auch nicht übrig.  

Hier ist die Musik von Ulrich Frehse zu finden:

https://ngd.fanlink.to/mirage; www.new-gold-dream.com;   www.facebook.com/newgolddreammusic; www.instagram.com/newgolddreammusic, www.twitter.com/NGD_Music.

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