Gute Ideen und Angebote im Weihnachtsgeschäft
Zuversicht im Höxteraner Einzelhandel

Höxter -

Soeben hat Dietmar Larusch eine Großbestellung entgegengenommen: „Wir schaffen das“, antwortet der Chef des gleichnamigen Haushalts- und Spielwarengeschäfts auf die telefonische Anfrage. Die meisten Geschäfte und Läden in der Höxteraner Innenstadt sind am Mittwochvormittag gut frequentiert. In Zeiten von Corona verläuft das Weihnachtsgeschäft allerdings zwangsläufig anders.

Donnerstag, 10.12.2020, 04:12 Uhr aktualisiert: 10.12.2020, 04:20 Uhr
Im Mode- und Sporthaus Klingemann haben sie sich auf die Corona-Beschränkungen eingestellt und sich gut ausgerichtet: Chef Jens Klingemann (links) und sein Mitarbeiter Rouven Ring gehen davon aus, dass das Weihnachtsgeschäft nun zwei Wochen vor Heiligabend Foto: Jürgen Drüke

„Es kommen zwar weniger Kunden, allerdings sind die Einkäufe größer“, wartet Dietmar Larusch mit seiner Halbzeitbilanz im Weihnachtsgeschäft auf. Seit Jahrzehnten ist das Haushalts- und Spielwarengeschäft in der Weserstraße neun in der Kreisstadt beheimatet. „Wir können trotz der Corona-Pandemie nicht klagen“, hebt Besitzer Larusch hervor. In den noch mehr als zweieinhalb Wochen bis zum Heiligen Abend setzen Larusch und seine Mitarbeiterinnen auf weitere Steigerungen. „Kurz vor dem Fest wird das diesmal trotz Corona wieder so sein“, ist der Händler überzeugt. Wenn die Menschen wegen der Ansteckungsgefahr und der Beschränkungen keine Veranstaltungen besuchen können, dann seien Spielzeugwaren und Familienspiele zwangsläufig eine Alternative. Die seit Generationen geschätzte Marke Lego stehe in diesem Jahr bei Eltern und Großeltern höher im Kurs als je zuvor. Außerdem seien Puppen ein Verkaufsschlager. Dietmar Larusch stellt auch bei den Haushaltswaren eine gute Nachfrage fest: „Wenn Menschen nicht ins Restaurant gehen können, dann kochen sie mehr und gerne.“ Topfsets und Bräter würden gut verkauft.

„Der Schuhverkauf könnte besser sein“, meint Filialleiterin Kristina Thiele von Schuh Okay in Höxter. Mit den kalten Temperaturen würde der Verkauf in diesen schweren Zeiten etwas besser.

„Der Schuhverkauf könnte besser sein“, meint Filialleiterin Kristina Thiele von Schuh Okay in Höxter. Mit den kalten Temperaturen würde der Verkauf in diesen schweren Zeiten etwas besser. Foto: Jürgen Drüke

Gutes Angebot

„Textilien wie Jacken, Hosen, Röcke, Anzüge, Kostüme und Pullover finden in der Weihnachtszeit immer ihre Abnehmer“, weiß Chef Jens Klingemann vom Mode- und Sporthaus Klingemann. Strickwaren und Handtaschen würden ebenfalls sehr gut ankommen. Bedarfsartikel stünden zudem auf der Liste. „Auch wenn es für alle ein hartes Jahr ist, in der Advents- und Weihnachtszeit brauchen wir das Shopping. Höxter sorgt aufgrund der Vielzahl von Geschäften und Läden für ein gutes Angebot.“ Natürlich fehle mit dem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr der Anziehungspunkt und die Attraktion. „Wir machen das Beste aus der Situation.“ Klingemann geht davon aus, dass in Sachen Weihnachtsgeschenke auf der Zielgeraden noch Steigerungen bei den Umsätzen erfolgen werden. Das Mode- und Sporthaus Klingemann habe sich mit Beginn der Pandemie und dem totalen Lockdown im Frühjahr zudem zusätzliche Nischen geschaffen: „Wir haben einen Lieferservice und bieten zudem Personal-Shopping an. „Kunden können sich außerhalb der Öffnungszeiten beraten lassen und bei uns einkaufen“, wird Jens Klingemann auch in besseren Zeiten auf den innovativen Kundenservice setzen.

Einbußen im Schuhhandel

„Wir sind zufrieden. Allerdings bemerken wir schon Einbußen“, zieht Filialleiterin Kristina Thiel von Schuh Okay eine erste Bilanz des Weihnachtsgeschäfts. „Die Menschen gehen nicht mehr so oft nach draußen und benötigen zwangsläufig weniger Schuhe. Wir haben hier eine Zurückhaltung ausgemacht. Beim Moonlight-Shopping in Höxter haben wir am vergangenen Samstag bereits um 19 Uhr geschlossen, obwohl die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet sein durften“, setzt Thiel nun auf diesen Samstag. Erneut wird in Höxter Einkaufen im Mondlicht bis 21 Uhr angeboten. „In Zeiten von Corona ist die Kauflust zwangsläufig nicht so hoch. Es ist Maskenpflicht angesagt. Das ist richtig, allerdings macht es das Einkaufen nicht gerade zum Vergnügen.“ Die Filialleiterin hat einen Trend ausgemacht: „Hausschuhe werden öfter gekauft. Schon verständlich, wenn die Menschen sich mehr in den eigenen vier Wänden aufhalten.“

Im Haushalts- und Spielzeug-Warengeschäft Larusch gehen die Daumen nach oben. „Unsere Artikel sind gerade in diesen schweren Zeiten gefragt.“ Inhaber Dietmar Larusch und seine Mitarbeiterinnen Maria Preiß (links) und Antje Beverungen haben viel zu tun.

Im Haushalts- und Spielzeug-Warengeschäft Larusch gehen die Daumen nach oben. „Unsere Artikel sind gerade in diesen schweren Zeiten gefragt.“ Inhaber Dietmar Larusch und seine Mitarbeiterinnen Maria Preiß (links) und Antje Beverungen haben viel zu tun. Foto: Jürgen Drüke

Kristina Thiel schaut positiv nach vorne: „Wenn die Zahlen im Frühjahr und Sommer 2021 runtergehen, wird es einen Run auf Schuhe geben. Filialleiterin Ulrike Stromberg vom „Schuhpark“ in der Marktstraße in Höxter bestätigt diese Einschätzung und ergänzt: „Die niedrigeren Temperaturen haben dafür gesorgt, dass wir in den vergangenen Tagen mehr Schuhe verkauft haben. Wenn die Temperaturen bis Weihnachten im Keller bleiben, kann das nur gut sein.“ Das Schuh-Weihnachtsgeschäft sei in Zeiten der berechtigten Beschränkungen und der Maskenpflicht mehr denn je vom Wetter abhängig.

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