Heimischem Wacholder aus Höxter wird handverlesen von Studierenden der TH OWL
Ein Gin für die Artenvielfalt

Höxter -

Gin ist in: Wer den Wacholderschnaps liebt und gleichzeitig etwas für Naturschutz und Nachhaltigkeit tun möchte, kann sich ab sofort den limitierten Quitten-Gin aus dem Kreis Höxter sichern.

Mittwoch, 09.12.2020, 04:00 Uhr

Dieser ist in Zusammenarbeit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Weserbergland Spirituosen Manufaktur und der Landschaftsstation im Kreis Höxter entstanden.

Die Geschichte dieses besonderen Gins beginnt schon 2018. Im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft der TH OWL entsteht die Idee für ein Produkt, das regionale Vermarktung und Naturschutz zusammenbringt. „Die Frage war, ob es neue Nutzungsmöglichkeiten zum Erhalt der alten Kulturlandschaft des Weserberglands geben könnte“, sagt Prof. Dr. Ulrich Riedl. „Die artenreichen Wacholderheiden waren Produkt traditioneller, heute aber unrentabler Hüteschafbeweidung. Sie müssen streng geschützt werden, weil sie so selten geworden sind.“ Mit Verkaufserlösen aus einem neuen Regionalprodukt könnten die kostspielige Pflege unterstützt und neue Wacholderbestände aufgebaut werden.

Mühevolle Handarbeit

In mühevoller Handarbeit haben zwei Studenten an der TH OWL in Höxter die Beeren mit Hilfe der Landschaftsstation im Kreis Höxter naturverträglich geerntet. „Pro Strauch durften wir nur einen bestimmten Anteil an Beeren abernten, die im Anschluss von Hand sortiert und von den spitzen Wacholderstrauchnadeln befreit werden mussten“, erläutert Katrin Herber, die das Projekt mit initiiert und umgesetzt hat.

Die Höxteraner Wacholderbeere ist mit ihrer Größe, die in etwa einem Pfefferkorn entspricht, viel kleiner als ihr südliches Pendant. Aber: Dadurch, dass sie langsam wächst und eine alte Sorte ist, ist ihr Aromen-Spektrum komplexer und feiner als bei Wacholder aus dem Mittelmeerraum. Ein guter Gin braucht allerdings auch eine Zitruskomponente – diese bringt die Quitte aus dem Weserbergland mit.

Ein Genuss aus Höxter

Der Gin aus Höxter ist nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz des bedrohten Wacholders: Denn der Gewinn von fünf Euro pro verkaufter Flasche fließt als Spende an die Landschaftsstation im Kreis. „Die Pflege dieser Flächen mit sehr viel Manpower und speziellen Maschinen ist sehr aufwändig“, erklärt Katrin Herber.

Den nachhaltigen Quitten-Gin aus dem Kreis Höxter gibt es nur mit verbindlicher Vorbestellung per E-Mail unter fsp.kula@th-owl.de zu kaufen. Im Anschluss an die Bestellung wird ein Abholtermin in Höxter vereinbart, die Bezahlung erfolgt in bar bei Übergabe des Gins. Für Vorbestellungen, die bis zum 11. Dezember eingehen, kann die Übergabe noch vor Weihnachten organisiert werden. In Zukunft soll der Gin im Kreis Höxter in ausgewählten Geschäften erhältlich sein.

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