Dr. Martin Klein (Landkreistag) zu Besuch beim Landrat – Ländlicher Raum ist zentrales Thema
Stärkung der beruflichen Bildung

Höxter -

Landrat Michael Stickeln hat jetzt den Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Nordrhein-Westfalen, Dr. Martin Klein, zu dessen Antrittsbesuch im Kreishaus empfangen.

Dienstag, 08.12.2020, 11:35 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 11:38 Uhr
Sie haben beim Antrittsbesuch des Hauptgeschäftsführers des Landkreistages Nordrhein-Westfalen über die Stärkung der Berufskollegs gesprochen (von links): Landrat Michael Stickeln, Dr. Martin Klein und Kreisdirektor Klaus Schumacher. Foto: Kreis Höxter

Im Mittelpunkt des Austauschs, an dem auch Kreisdirektor Klaus Schumacher teilnahm, stand die Stärkung des ländlichen Raums, insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung.

„Mittelständisch geprägte Regionen sind in besonderer Weise auf ein gut funktionierendes Berufsbildungssystem angewiesen. Deshalb haben für die Kreise der berufliche und der akademische Bildungsweg den gleichen Stellenwert“, sagte Dr. Klein und verwies auf ein bildungspolitisches Positionspapier des Landkreistages NRW. Darin formuliert die Interessenvertretung der nordrhein-westfälischen Kreise ihre Erwartung an Landesregierung und Landtag, die Berufskollegs gegenüber Fachhochschulen und Universitäten gleichberechtigt zu fördern, mehr Flexibilität bei der Fachklassenbildung zuzulassen und die Digitalisierung stärker zu fördern.

Flexible Fachklassen bilden

„Die Möglichkeit, flexibler als bisher Fachklassen bilden zu können, ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Berufskollegs“, betonte Höxters Landrat ­Stickeln. Bei dem Gespräch stellte er das Vorhaben des Kreises Höxter vor, die beiden Berufskollegs in eigener Trägerschaft im Rahmen eines landesweiten Förderprojekts zu einem Regionalen Bildungszentrum auszubauen. Der Vorteil wäre, dass der Kreis bei den gesetzlich vorgegebenen Mindestgrößen der Fachklassen flexibler wäre.

Drei Standorte sichern

Damit wäre es möglich, bedarfsgerecht neue Bildungsgänge zu schaffen. „Mit diesem innovativen Modell könnten wir die breitgefächerten Angebote der beruflichen Bildung aufrechterhalten und ausbauen“, nannte Stickeln den entscheidenden Vorteil.

„Unser Ziel ist es, in unserem flächengroßen Kreis die berufliche Bildung in den kreiseigenen Berufskollegs mit drei Standorten nachhaltig zu sichern“, verwies Schumacher auf die besonderen Belange des ländlichen Raums.

Vorgestellt wurde auch das zweite wichtige Projekt im Bereich der beruflichen Bildung. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg plant der Kreis Höxter derzeit den „Campus Bohlenweg“, um die handwerkliche Aus- und Weiterbildung in der Region zukunftsfest aufzustellen. „Mit diesen beiden Leuchtturmprojekten leisten wir in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaftsregion zugleich einen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, sagte der Landrat.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung. „Wir brauchen eine Förderung, die auf die besonders hohen technischen Anforderungen der Berufskollegs zugeschnitten ist“, bekräftigte Dr. Klein die Erwartung des Landkreistages an das Land, die Kreise bei dieser Aufgabe finanziell und organisatorisch stärker zu unterstützen. „Die IT auf dem neuesten Stand zu halten und zu warten, ist deutlich teurer als Tafel und Kreide“, verdeutlichte Kreisdirektor Klaus Schumacher die Notwendigkeit einer ausreichenden Finanzierung.

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