KHWE landet mit Teilnahme an der Jerusalema-Challenge einen viralen Hit
Die Hospitalvereinigung tanzt

Brakel -

Bemüht darum, in sozialen Netzwerken positiv wahrgenommen zu werden, sind viele. Der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) ist dies jetzt überwältigend gelungen: Mehr als 120.000 Mal wurde ein Video geklickt, mit dem sich das Haus an der Jerusalema-Challenge beteiligt hat.

Dienstag, 08.12.2020, 04:14 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 07:40 Uhr
Mit der Kirche St. Peter und Paul im Hintergrund tanzen Mitarbeiter des St.-Josef-Hospitals in Bad Driburg zu „Jerusalema“. Foto: KHWE

Im November hatten KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes und Isabell Waschkies, bei der KHWE für Öffentlichkeitsarbeit und Social-Media zuständig, ein Video der St.-Barbara-Klinik in Hamm gesehen, die ebenfalls mitgetanzt hat. „Wir waren uns schnell einig: Das machen wir auch“, berichtet Isabell Waschkies. Am 26. November ging das Video online. „Wir waren da Vorreiter in Ostwestfalen-Lippe“, so die KHWE-Sprecherin.

Hier geht es zum Film auf dem KHWE-Facebook-Kanal.

„Ich hatte versucht alle unsere 2800 Mitarbeiter zu erreichen und hatte anfangs Zweifel, ob sich das Projekt wirklich realisieren lässt“, blickt die Social-Media-Fachfrau zurück. Die Resonanz sei aber sofort extrem gut gewesen: „Die Kollegen waren sofort Feuer und Flamme. Ich hatte den Eindruck, die wollten am liebsten sofort lostanzen.“

Schon im Vorfeld der Aufnahmen – sie sind alle mit dem Handy entstanden – haben die Mitarbeiter die Schritte geübt. „Der Dreh selbst hat auch unglaublich viel Spaß gemacht“, berichtet Isabell Waschkies. Als Schauplätze zu sehen sind unter anderem Helikopter-Landeplätze, Empfangshallen, Behandlungsräume, OP-Säle und die Stationen. Sie alle wurden zur Tanzfläche für insgesamt mehr als 300 Teilnehmer.

Jerusalema-Challenge

Bei der Jerusalema-Challenge tanzen Menschen zu dem Hit „Jerusalema“ des südafrikanischen Sängers Master KG und stellen ein Video davon ins Internet. Die Aktion ist in den sozialen Netzwerken derzeit allgegenwärtig. Von Afrika, wo der Song entstanden ist, ist die Welle der Tanz-Begeisterung in die ganze Welt geschwappt. Diverse Branchen machen mit. Gibt man Jerusalema-Challenge als Suchbegriff bei Google ein, kommen mehr als 70 Millionen Ergebnisse heraus

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Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet.

Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet. Foto: KHWE

„Natürlich haben wir vor dem Dreh noch mal geübt. Aber es kam nicht darauf an unbedingt perfekt zu tanzen. Unser Ziel war es, zusammen Spaß zu haben und gerade in Zeiten wie diesen ein Gemeinschaftserlebnis genießen zu können. Und durch die Veröffentlichung lassen wir gern andere daran teilhaben“, erklärt die Sprecherin. Das „Wir-Gefühl“ sei da noch wichtiger als die Klick-Zahlen. „Und alle konnten den Alltagsstress für einen Moment vergessen“, so Isabell Waschkies.

Die Hierarchie habe bei der Aktion überhaupt keine Rolle gespielt: „Der Oberarzt hat genau so selbstverständlich mitgetanzt, wie der Krankenpflegeschüler, die Pflegefachkraft, Verwaltungsmitarbeiter, Lehrer oder der Rezeptionist“, nennt sie Beispiele.

Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet.

Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet. Foto: KHWE

Viele Kollegen hätten eigentlich frei gehabt und seien extra für den Tanz gekommen: „Wir tanzen zusammen, wir lachen zusammen, wir halten zusammen – das zu erleben, ist in Zeiten, in denen Treffen außerhalb der Arbeit nahezu unmöglich sind, wichtig.“

Mit der Resonanz im Netz hätte Isabell Waschkies nie gerechnet. „Bei 10.000 Klicks wären wir schon echt stolz gewesen“, sagt sie. Dass es nun deutlich mehr als zehnmal so viel sind, freut sie – und die Menschen im Netz auch.

„In Momenten wie diesen, beim Anschauen des tollen Videos, vergisst man für einen kurzen Moment dieses schwere Jahr für alle“, hat Torsten Reitemeier das Video kommentiert. Und auch Lob von Kollegen gibt es. Berno Schlanstedt, Leiter des St. Petri-Stiftes schreibt: „Absolut Klasse. Hätte ich den Kollegen der KHWE gar nicht zugetraut.“ „Gute Laune-statt Corona-Frust; eine tolle herzliche Botschaft“, ist Sandra Schulte begeistert. Insgesamt gibt es – Stand Montagmittag – 466 Kommentare. Die kommen teilweise von Menschen, die mit dem Kreis Höxter oder der KHWE nichts zu tun haben.

Isabell Waschkies

Isabell Waschkies Foto: KHWE

„Wir haben ausschließlich positive Resonanz bekommen“, freut sich Isabell Waschkies – auch von den Patienten, die die Dreharbeiten natürlich mitbekommen haben.

„Wir hatten erst gedacht wir müssten mit der Musik etwas leise sein“, plaudert Isabell Waschkies aus dem Nähkästchen. Die Sorge sei aber völlig unbegründet gewesen. „Da gab es eine Patientin, die von einer Kollegin in ihrem Bett aus dem Aufzug geschoben wurde als wir tanzten. Sie hat im Bett liegend die Arme ausgestreckt und sie zur Musik bewegt“, erinnert sich die KHWE-Sprecherin. In allen Häusern seien auch Besucher und Patienten gleichermaßen begeistert gewesen.

„Der eine oder andere kam beim Tanzen mächtig ins Schwitzen – aber es hat sich gelohnt“, zieht die 30-Jährige ein positives Fazit.

Dem stimmt auch ihr Chef uneingeschränkt zu. „Ich bin stolz auf meine Truppe, auf ihre Einsatzbereitschaft und die Begeisterungsfähigkeit – und das in der Corona-Zeit, in der alle maximal belastet sind“, zollt Christian Jostes dem Team der KHWE Respekt.

Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet.

Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich an der Jerusalem,a-Chellenge beteiligt und so einen viralen Hit gelandet. Foto: KHWE

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