Anschluss des Höxteraner Schulzentrums an das schnelle Internet verzögert sich bis Ostern
Breitbandkabel ante portas

Höxter -

Mit Millionenbeträgen wird das Höxteraner Schulzentrum digital und baulich aufgerüstet. Gerade in diesen Wochen des zweiten Corona-Lockdowns mit teilweise ganzen Jahrgangsstufen wegen Covid-19-Fällen in häuslicher Quarantäne wünschen sich viele ein funktionsfähiges schnelles Internet. Aktuelles Problem: Das Schulzentrum in Höxter muss noch an das in der Straße Im Flor verlegte leistungsfähige „Breitbandkabel ante portas“ angeschlossen werden.

Mittwoch, 02.12.2020, 05:20 Uhr
Der Anschluss der Höxteraner Schulen ans Breitbandnetz verzögert sich. Foto: Telekom

Warum das nicht längst erfolgt sei, das war ein Thema in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Der Knackpunkt: Der Anschluss Straße-Schulen muss noch ausgeschrieben werden und kann laut Stadtverwaltung wohl erst bis Ostern 2021 baulich verwirklicht werden. „Warum dauert so etwas so lange? Die Kabel liegen in der Straße“, fragte Ratsherr Michael Schuster (UWG) und sprach aus, was einige Kommunalpolitiker aber auch Lehrer, Eltern und Schüler in KWG, Sekundarschule und Realschule denken. Besonders in Elternkreisen ist das ein Thema. Die Verwaltung thematisierte die Hintergründe für die Verzögerung im Ausschuss nicht weiter.

Bürgermeister Daniel Hartmann sagte, dass die Anschlussbauarbeiten ganz regulär und formal ausgeschrieben werden müssten, und das dauere eben seine Zeit. Es gebe eine Vergabeordnung, erinnerte Schuldezernent Stefan Fellmann. Zudem wird noch geklärt, ob es aus Kapazitätsgründen nicht sinnvoll ist, allen drei städtischen Schulen einen eigenen leistungsstarken Anschluss zu legen und nicht alle anzukoppeln. Erfahrung aus den vergangenen Teillockdown-Wochen ist nämlich, dass die existierenden Netze leistungsschwächer werden, je mehr Geräte von Schülern oder Lehrern zeitgleich angeschlossen sind.

Viel Geld vom Land

Im Dezember 2019 hatte die Stadt Höxter als erste Kommune in NRW Mittel aus dem „Digitalpakt Schule“ erhalten. Zum Start des neuen Schuljahres lagen der Stadt drei weitere Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von 728.000 Euro vor. Im Medienentwicklungsplan werden Standards für die Digitalisierung der Schulen definiert. Dabei geht es neben der Ausstattung mit schnellem Internet und WLAN auch um bauliche Maßnahmen an der Beleuchtung und an der Lärmdämmung. Hierbei ist der bereits erfolgte Ausbau an der Sekundarschule richtungsweisend für die Ausstattung insbesondere der weiterführenden Schulen. Auch das Gebäude B des König-Wilhelm-Gymnasiums wurde bereits auf diesen Standard gebracht. Während der Sommerferien wurde dann mit dem zweiten Bauabschnitt im KWG begonnen, bevor im nächsten Jahr die Arbeiten an der Realschule starten.

900 neue Geräte angeschafft

Hinzu kommt die Ausstattung mit den notwendigen Geräten an allen acht Schulen der Stadt. Anschaffungen von Präsentationstechnik, digitalen Arbeitsgeräten und Endgeräten stehen ferner auf der To-do-Liste. 900 Anzeige-, Interaktions-, Arbeits- und schulgebundene mobile Endgeräte für die pädagogisch genutzten Räume, die Lehrkräfte und die Schüler aller acht Schulen plant die Stadt mit den Fördermitteln zu kaufen. 90 Prozent der Kosten deckt das Land NRW durch die Förderung ab, zehn Prozent muss die Stadt Höxter an Eigenanteil dazugeben.

Für die Grundschulen sollen neue Windows-Tablets angeschafft werden. An den weiterführenden Schulen sind überall IPads im Einsatz, von denen mit den Fördermitteln zusätzliche Geräte finanziert werden. Hinzu kommen ergänzendes Zubehör wie Schutzhüllen, Dockingstationen und Eingabestifte. Weitere Tabletkoffer werden besorgt.

Höxters Schulen erhalten außerdem neue Laptops und Desktopcomputer ebenso wie Whiteboards, Drucker und Präsentationsgeräte wie Beamer und Touch-Displays. Auch Kameras und kabellose Lautsprecherboxen gehören zur Ausstattung digitaler Schulen. Jetzt warten aber erst einmal alle auf das schnelle Internet.

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